Die Reise in ein neues Projekt

Um mich nicht zu sehr von meiner eigentlichen Tätigkeit als Schriftstellerin von zu vielen theoretischen Blogbeiträgen abzulenken, werde ich euch dieses Mal auf eine Reise mitnehmen – auf eine Reise in ein neues Abenteuer. Der kleine finnische Bär wird uns ein Stück des Weges begleiten, er möchte gern der Moderator sein, wenn auch nur im Bild.

Es wird fantastisch, so viel kann ich euch schon verraten, aber vorher …

erzähle ich euch etwas darüber, wie ich an die Sache des neuen Projekts herangehe.

Bei diesem stand zuerst eine Kurzgeschichte, von der meine kritischste Testleserin meinte, da fehlt etwas, das müsste eine längere Geschichte werden. Nach einigem Hin und Her und vergangenen Monaten bis Jahren, habe ich mich dazu entschlossen, aus der Kurzgeschichte eine lange zu machen.

Ich hoffe, dass mir das alles so gelingt, wie ich es mir vorstelle.

Einige der Charaktere stehen also bereits am Beginn des Prozesses fest, auch das Ziel. Aber der Weg dazwischen wird völlig neu. Es wird eine Geschichte, die mehrere Handlungsstränge und Ebenen umfasst, die sich immer wieder berühren und am Ende zusammengeführt werden. Mehrere Protagonisten und Antagonisten, von denen schwer zu sagen ist, wer gut oder böse ist – zumindest bei einigen. Zwischenmenschliche Beziehungen sollen auch nicht zu kurz kommen, allerdings auf einer wenig prominenten Ebene, dafür werde ich die Politik auf einer Schiene forcieren, auf einer anderen die Religion – dazwischen wird die Diplomatie zum Tragen kommen und natürlich auch etwas Action. Eine Person führt das alles immer wieder zusammen, ohne es großartig zu berühren.

Bevor ich so richtig losgelegt habe, nach dem 3. versauten Anfang, habe ich mir dann doch die Welt vorher gebaut, denn sie im Kopf zu behalten, ist bei dem Umfang einfach nicht machbar. Ich habe zwar ein gutes Gedächtnis, aber bei der korrekten Schreibweise bestimmter Namen und Bezeichnungen lässt es dann aus. Notizbücher mussten her. Eines davon habe ich mit den Namen der Protagonisten und Antagonisten sowie deren Beschreibungen und ein wenig Biografie, der Religion, der Tier- und Pflanzenwelt, den verschiedenen Rassen und Staaten, der Politik und noch anderem Kram gefüllt. Auch eine skizzenhafte Karte habe ich gezeichnet, um einen Überblick über die Lage und die Wege zu behalten. Das andere fülle ich mit diverse Notizen und Ideen zu den einzelnen Kapiteln und Szenen. Ich nehme es gern mit, damit ich mir jede Idee aufschreiben kann. Beide füllen sich schon gut und bis zum Ende werden sie wohl voll sein und wenn nicht, ist es auch kein Drama.

Ich habe mir viele Gedanken über den Spannungsaufbau gemacht, den ich dieses Mal sehr langsam angehen werde, aber hoffentlich nicht langweilig. Es muss nicht immer sofort Action am laufenden Band sein. Ein unregelmäßiges Auf und Ab wird es wohl werden. Der Leser soll nicht wissen, wann es wieder so richtig losgeht und in welchem Tempo. Spannung lässt sich auch gut in Gesprächen aufbauen, dank der Diplomatie wird es doch das eine oder andere davon geben.

Mittlerweile bin ich bei Kapitel 6 angelangt und habe die 100 Normseiten geknackt. Wie schnell ich voran komme, kann ich nicht genau sagen, weil ich noch ein Leben neben dieser Arbeit habe, das auch bewältigt werden möchte und zuweilen vehement an die Tür der Schriftstellerin klopft, um sich in Erinnerung zu bringen. Aber ich werde euch, liebe LeserInnen und Interessierte, am Entstehungsprozess teilhaben lassen und vielleicht dann und wann einen kleinen Textschnipsel präsentieren, von dem es natürlich noch keine Garantie gibt, dass er am Ende so ins Buch kommt.

Heute verabschiede ich mich mit einem Stück aus dem Prolog:

Doch noch brannte Sunar mit unerbittlicher Stärke vom nachtschwarzen Himmel auf Umballa, teilte sich die Sphäre mit der Nacht in einem sanften Wogen ihrer kräftigen Strahlen, welche die Schwärze der monislosen Nacht durchbrachen. Nur an diesem Ort trafen sich Tag und Nacht, um zusammen mit den Eiligen Steinen das Gleichgewicht zu halten.

Bis zum nächsten Mal, wenn ich euch wieder etwas über die Entstehungsgeschichte meines neuen Projekts erzähle.

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Bis dahin, gehabt euch wohl …

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