Archiv für den Monat November 2021

Wortbedeutungen, Verwendungen und Synonyme, Teil 7

Heute wende ich mich verschiedenen Wörtern und Wortgruppen zu, die ähnlich klingen, aber doch eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Dasselbe (dieselbe, derselbe) und das Gleiche

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Wenn zwei das Gleiche sagen, meinen sie nicht dasselbe.

Ich denke, dieser Satz sagt schon gut aus, wie man hier differenzieren kann.

Während dasselbe eine identische Sache bzw. Aussage meint, ist das Gleiche etwas, das dem anderen ähnlich ist.

Beispiele:

Sie trägt das gleiche Kleid wie ihre Schwester. (würde sie dasselbe tragen, sähe das etwas eigenartig aus, denn sie würden sich das Kleid teilen müssen.)

  • Er fährt das gleiche Auto wie seine Mutter.
  • Sie fahren mit demselben Zug.
  • Das Dorf ist dasselbe wie in ihrer Erinnerung.
  • Es sind dieselben Menschen wie damals.
  • Es ist ein und derselbe Schauspieler
  • Zu Mittag isst sie immer das Gleiche.

Erklärung zur Grammatik:

Gleich ist ein Adjektiv, es beschreibt etwas.

Selbe ist nur ein Wortteil, das nach einem Demonstrativpronomen verlangt, um Sinn zu ergeben. Derselbe, dieselbe, dasselbe.

Zu Beginn habe ich es schon leicht angedeutet

Worte oder Wörter

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Beides ist richtig, aber nur in dem jeweils passenden Zusammenhang. Die Pluralform von Wort ist nämlich gemein und lässt sie einfach nach der jeweiligen Bedeutung verschieden erscheinen.

Zu beachten ist:

Wörter sind konkret und können gezählt werden.

Beispiele:

  • Ein Satz besteht aus verschiedenen Wörtern.
  • Hast du die Wörter für die Kurzgeschichte gezählt?
  • Wie viele Wörter hast du heute geschrieben?

Aber

Der Begriff Worte wird in Verbindung mit Zitaten, Redewendungen, Erklärungen, Aussprüchen verwendet. Worte sind abstrakt, sie beschreiben oder umschreiben etwas.

Beispiele:

  • Er säuselt ihr Liebesworte ins Ohr.
  • Spar dir deine Worte!
  • Ihre letzten Worte waren …
  • Ihm fehlten die Worte.
  • Für ihn hatte er nur Schimpfworte übrig.

Weil ich gerade Schimpfworte erwähnt habe. Es gibt nicht nur die abstrakte Erwähnung der Worte, sondern es gibt auch Schimpfwörter, in dem Fall ist es eine zähl- bzw. nennbare Zahl an einzelnen Wörtern.

Motivation und Mut

Diesen Spruch habe ich auch auf Instagram gepostet und mir ein paar Gedanken dazu gemacht. Hier werde ich noch etwas mehr in die Tiefe gehen.

Alle, die in kreativen Berufen tätig sind oder generell selbstständig sind, wissen, was es heißt, sich selbst zu motivieren und anzutreiben. Motivation ist nicht immer einfach. Hat keiner behauptet. Dadurch wird es aber nicht leichter machbar.

Wenn man etwas machen will, so wirklich will, dann wird sich früher oder später ein Weg finden. Der Ausspruch: Das kannst du nicht, zieht nicht. Solange man den Weg, das Vorhaben nicht probiert, weiß man nicht, ob man es kann. Syrus hat das, wie ich finde, sehr, sehr treffend formuliert. Kurzer Satz mit starker Aussage.

Gerade Leute in kreativen Berufen lassen sich oftmals verunsichern, von der Marktlage (man muss auch davon leben können), von anderen Leuten (Agenten, Verlage, …), vom Partner und allen möglichen äußeren Umständen. Da öffnen sich Schubladen in die derjenige dann gesteckt wird oder es gibt Schildchen mit der entsprechenden Aussage: Das kannst du nicht.

Klar kannst du!
Versuche es!

Es gibt kein Scheitern, es gibt nur Erfahrung und aus der lernt man.

Niemand zwingt einen, in der Schublade zu bleiben oder das Emblem zu tragen, das einem umgehängt wird.

Was hat das mit Motivation zu tun?

Es soll nur zeigen, dass man aus allem etwas machen kann, wenn man es will und es anpackt. Das Ziel vor Augen weiter machen.

Tipps zur Selbstmotivation:

  1. Setze dir Teilziele, die du erreichen kannst, so etwas stärkt und motiviert.
  2. Belohne dich, wenn du etwas erreicht hast (ein Kilo Schokolade oder ein Liter Whisky sind nicht gerade ideal)
  3. Verzeih dir Fehler, aus ihnen kannst du lernen
  4. Gönne dir freie Tage und generell Pausen
  5. Was ist perfekt? Vergiss den eigenen Perfektionismus.
  6. Hol dir Hilfe, wenn du nicht weiterweißt.

Mehr zu den Punkten gibt es auch hier klicken.

Mut zum Risiko gehört bei jeder selbstständigen Tätigkeit dazu. Jeder, der schon einmal einen etwas getan hat, von dem andere sagten, dass kannst du nicht, das schaffst du nicht, wird mir zustimmen, dass man es kann, wenn man will. Das heißt nicht, dass man sich nicht vorher oder nebenher Fachwissen oder andere Kenntnisse aneignet. Ein Bergsteiger wird kaum ohne gute Ausrüstung oder die entsprechende mentale und körperliche Vorbereitung auf den Mount Everest steigen. Er hat vielleicht vor vielen Jahren beim eigenen Hausberg mit wandern angefangen, bis er in die Felsen und auf höhere Berge gestiegen ist.

Das können auch wir Kreativen. Weil du gern Krimis schreibst und vielleicht bislang nur solche veröffentlicht hast, heißt das nicht, dass du nicht auch andere Genres bedienen kannst. Wenn du etwas machen willst, dann mach es.

Es gibt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.