Scheiden tut weh …

Scheiden tut weh – besonders dann, wenn man trennt, was zusammen gehört.

Pixabay

Immer wieder lese ich es, dass kleine, unscheinbar erscheinende Wörtchen getrennt werden, dabei haben die sich ewige Treue geschworen.

Dazu gehören die Wörtchen: dazu, davon, davor, dafür, dabei, dagegen

Natürlich kann man sie in der wörtlichen Rede trennen und so eine Eigenheit des Sprechenden erzeugen, aber im Erzähltext oder auch in anderen Texten kommt das sehr – sagen wir es freundlich – unangenehm daher.

In Deutschland wird gern getrennt, in Österreich wird die am liebsten die Vorsilbe verdoppelt. Beides ist falsch.

Beispiele:

Natürlich, da war er gegen, schließlich wollte er sich erst einmal von seinem letzten Auftrag erholen.

Natürlich, da war er dagegen, schließlich wollte er sich erst einmal von seinem letzten Auftrag erholen.

Natürlich war er dagegen, schließlich wollte er sich erst einmal von seinem letzten Auftrag erholen.

Da war niemand außer die Lady für.

Da war niemand außer die Lady dafür.

Niemand außer die Lady war dafür.

Da war sie bei gewesen.

Da war sie dabei gewesen.

Sie war dabei gewesen.

In der wörtlichen Rede kann es sinnvoll sein, um eine Eigenheit hervor zu streichen, so wie jeder andere Slangausdruck ebenfalls.

„Ey, guter Vorschlag da bin ich voll für. Sag, wann’s losgeht.“

„Das ist ein guter Vorschlag, da bin ich sehr dafür. Sagen Sie, wann es losgeht.“

„Warst du bei dem Konzert?“ – „Ja, da bin ich bei gewesen.“ – „Ja, da bin ich dabei gewesen?“ – „Ja, ich bin dabei gewesen.“

„Da möchte ich noch was von.“ – „Da möchte ich noch etwas davon.“ – „Ich möchte noch etwas davon.“

Genug der Beispiele, ihr seht, worauf ich hinaus möchte.

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