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Schönen 1. Adventsonntag

red pillar candle lightened up
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Einen wunderschönen 1. Adventsonntag, wünsche ich euch allen. Ich habe heute für euch eine uralte Kurzgeschichte von mir. Viel Spaß damit. Bis Weihnachten werde ich euch jeden Sonntag mit einer Geschichte beglücken und euch hoffentlich eine kleine Freude damit machen. Weihnachtlich sind sie leider nicht wirklich.

Der Reisende

Geschichte durch den Fadenzähler zu betrachten, ist eine eigenartige Vorgehensweise. Doch für Silvio Rosenquarz war es das normalste der Welt. Er landete mit seinem an Messing erinnernden Zeitfaltungswürfel in einer historischen Umgebung, entnahm ihr Zeit-, Luft-, Gesteins-, Erd- und Menschenproben. Damit kehrte er normalerweise in sein Labor zurück und begann seine Untersuchungen unter dem Mikroskop. Er zählte die Zeit der Zeitproben und untersuchte alles genauestens. Silvio war ein penibler Forscher, der keine Fehler duldete.

Doch diesmal war es etwas anders.

Wieder einmal hatte er die Maschine gestartet, alle Vorbereitungen waren getroffen. Er hatte das schon so oft gemacht und immer hatte alles wie am Schnürchen funktioniert. Nur diesmal war ihm seine eigene Ungeduld in die Quere gekommen. Er hatte den Zylinder mit den Rückflugdaten neben der Einstiegsluke im Abflugbereich liegen gelassen. Das wurde ihm erst bewusst, als er seine Assistentin hektisch damit wedeln sah. Noch bevor er reagieren konnte, war er in der Zeit zurückgesprungen und er bemerkte eine weitere fehlende Nebensächlichkeit, die sich auf den folgenden Verlauf der Reise verheerend auswirken konnte. Silvio rümpfte die Nase und schimpfte vor sich hin, während er versuchte, die Maschine auf Kurs zu halten und wenigstens in der richtigen Zeit zu landen.

„Dreimal verfluchte Michaelis!“, brüllte er, als er schließlich das ganze Ausmaß der Miesere erkannte. „Wenigstens hat sie so viel Verstand bewiesen und die Zielkoordinaten richtig eingegeben.“

Mehrere Bauern standen mit offenen Mündern um den in allen Farben schillernden Würfel. Es kam ihnen vor, als wäre Marduk persönlich erschienen. Suchend und ängstlich blickten sie sich um, denn der Gott zeigte sich nie ohne seinen Drachen. Da tat sich eine Tür auf, Rauch drang heraus und sie hörten jemanden mit fremder Zunge brüllen.

Sie sahen eine große, schmale Gestalt in glänzender Hülle. Das Wesen schien aus Silber zu bestehen, war von Kopf bis Fuß damit bedeckt. Nur das Gesicht und die Hände waren frei. Vor Schreck warfen sich die Bauern zu Boden und bedeckten ihre Köpfe mit den Händen. Marduk war dem Drachen entstiegen!

„Verdammter Scheißdreck“, fluchte Silvio, gab der Maschine einen abschließenden Tritt und stapfte an den Leuten vorbei. „Das Ding wieder einigermaßen flugtauglich zu machen, wird ein ganzes Leben dauern, da kann ich die Geschichte auch gleich vor Ort studieren.“

Er beschattete die Augen mit der Hand und betrachtete das Land. Es war grün und in der Ferne konnte er die Flüsse als schimmernde Bänder erkennen, die das Land so fruchtbar machten. Etwas weiter hinten erstreckte sich eine Bergkette.

„Nun denn“, sagte er sich, klatschte aufmunternd in die Hände und schritt auf das Dorf zu, dessen Bewohner er in Angst und Schrecken versetzt hatte.

Diese Geschichte ist aufgrund einer Challenge entstanden. Es wurden Wörter vorgegeben, darunter der Fadenzähler, daraus mussten wir eine sinnvolle Geschichte schreiben.

Ich wünsche euch eine schöne Adventzeit, bis zum 2. Adventsonntag.

DKZV und andere Geldvernichter

Heute ist das Thema wieder einmal ein etwas ernsteres, das einen im schlimmsten Fall in den finanziellen Ruin treiben kann.

Bild mit Canva erstellt

Genau, es geht um Druckkostenzuschussverlage, oder auch Selbstkostenverlag oder Pseudoverlag, neuerdings auch Dienstleistungsverlag, Serviceverlag und Privatverlag. Sie werben meistens unter dem Slogan „Verlag sucht Autoren“ – dann schon mal die Finger weg, denn das wird teuer.

Es kostet euch viel Geld und als Gegenleistung gibt es so gut wie nichts. Druckkostenzuschussverlage kommen seriös daher, doch sobald man auf deren Website etwas genauer schaut, findet man erste Anzeichen und der innere Jugendliche müsste entweder in den Gommemode verfallen oder Sus rufen, bis der Arzt kommt. Wenn davon geschrieben wird, wie schnell mit einer Antwort gerechnet werden kann oder das Manuskript erst gar nicht eingesendet werden muss, müssen die Alarmglocken schrillen. Zweifel sollten auch aufkommen, wenn es überhaupt kein erkennbares Programm gibt, man ein Beratungsgespräch mehr oder weniger aufgedrängt bekommt oder man einen Hinweis zur Angebotserstellung findet.

Manche dieser Verlage wirken auf den ersten Blick wie bekannte Großverlage, sie haben ein breites Angebot und bedienen so gut wie jedes Genre. Um besonders seriös herüberzukommen, verwenden viele das Wort Literatur in irgendeiner Form im Namen oder in der Website-Adresse.

Passt auf, wenn ein Verlag junge Autoren sucht oder Neuautoren und sich als seriös bezeichnet.

In der Regel suchen Verlage nicht nach Autoren, sie bekommen mehr als genug Zusendungen, weshalb es oft Sperren für neue Manuskripteinsendungen gibt.

Manche dieser Pseudoverlage veranstalten auch Kurzgeschichtenwettbewerbe. Da kann man mitmachen, sofern man eine Schutzgebühr zahlt. Die zahlt man in jedem Fall, ob man dann in die Anthologie aufgenommen wird oder nicht. Bei Wettbewerben ist nichts zu bezahlen, schließlich bekommt man in den wenigsten Fällen auch Geld dafür.

Natürlich bekommt man schnell einen Vertrag bei diesen Verlagen. Das geht so ruck zuck, dass man mit dem Schreiben nicht hinterherkommt. Dafür leidet dann oftmals die Qualität des Korrektorats und des Lektorats, sofern überhaupt eines gemacht wird. Das zu kontrollieren, ist manchmal recht schwer bis unmöglich.

Wenn Kosten auftauchen, solltet ihr auf jeden Fall schon vorsichtig sein. Ein Verlag verlangt kein Geld für die Veröffentlichung eures Buches. Ihr bekommt Geld vom Verlag für eure verkauften Bücher.

photography of book page
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Da kommen wir zum nächsten schwierigen Punkt.

Das Geld und der Vertrag, das betrifft jeden Verlag:

  • Nehmt euch Zeit, ihn genau zu lesen. Im Zweifel fragt einen Rechtsanwalt. Seid also nicht gleich zu euphorisch
  • Lasst euch nicht zu einer Unterschrift drängen.
  • Passt auf, wie oft abgerechnet wird und ab wann die erste Auszahlung erfolgt. Wenn die Auszahlung erst ab einer gewissen verkauften Stückzahl erfolgt, kann es mitunter nie zu einer Auszahlung kommen, denn die Stückzahlen sind oft sehr hoch gelegt.
  • Achtet darauf, von welchem Betrag sich eure Einnahmen errechnen. Nettoverlagspreis anstatt vom Nettoverkaufspreis für Taschenbücher sind schon ein großer Unterschied.
  • Versteckte Kosten können überall lauern. Warum solltet ihr für eine Leistung wie ein Lektorat oder ein Cover extra bezahlen?
  • In manchen Verträgen nimmt sich der Verlag zu viele Rechte heraus. Achtet besonders auf die Punkte, die ihr selbst in der Hand behalten wollt.
  • Intransparente Abrechnung und wenig Geld.

DSFopedia erklärt das so:

Fall 1: es wird Lektorat + Marketing + Verkauf + Druckerei kostenfrei angeboten, dann ist es ein Verlag (egal ob das ein Einmann-Betrieb ist oder einhundert Leute daran arbeiten, ein E-Book, Paperback oder Hardcover ist)

1 a: es wird Vorschuss geleistet und der Autor wird am Erlös beteiligt, meistens ab den Punkt, wenn der Erlös der verkauften Bücher den Vorschuss übersteigt. Das ist das typische Großverlagsmodell.

1 b: es wird kein Vorschuss geleistet, der Autor wird am Erlös beteiligt. Fall 1b findet sich oft im Kleinverlagsbereich.

Fall 2: es wird nur das Drucken des Buches, eventuell mit Covergestaltung angeboten, dann handelt es sich um einen Dienstleister (egal, ob ich Lektorat und Mini-Marketing dazu kaufen kann, denn dann sind Lektorat, Marketing und Verkauf in Eigenleistung zu erbringen). Die Preise fürs Drucken sind reell. Der Autor erhält keinen Vorschuss. Da er das Buch selbst vertreibt, bekommt er den gesamten Erlös minus der Druck- und eventuell Lagerkosten.

Fall 3: Es wird unverhältnismäßig viel Geld für die Dienstleistung Drucken verlangt = Unfairer DKZV. Der Autor wird kein Geld verdienen.

Bild mit Canva selbst erstellt

Tantiemen, da gibt es verschiedene Abrechnungsmodelle.

Zusätzlich zum Garantiehonorar erhält der Autor Tantiemen auf Basis der verkauften Exemplare. Dafür sollte man vorher über einige Begriffe informiert sein, um später kein schlimmes Erwachen zu erleben.

Nettoladenpreis/Nettoverkaufspreis

Nettoladenpreis/Nettoverkaufspreis = Ladenverkaufspreis – USt

Beim Nettoladenpreis handelt es sich um Ladenverkaufspreis abzüglich der Mehrwertsteuer. Beispiel: ein Taschenbuch kostet im Laden 11,99 €, so ist dessen Nettoladenpreis 11,22 €   Tantiemen sollten sich nur auf den Nettoladenpreis beziehen, d.h. der Autor bekommt zum Beispiel 10% von 11,22 €.

Nettoverlagserlös

Nettoverlagserlös = Ladenverkaufspreis – 7% USt – Rabatte – Handelskosten

Beim Nettoverlagserlös kann der Verlag auch Rabatte und eventuell besondere Vertriebskosten abrechnen, der Autor erhält dann zum Beispiel nur 10% von 8 €.

Verlagsabgabepreis

Verlagsabgabepreis = Ladenverkaufspreis – 7% USt – Händlerrabatte

Wie der Nettoverlagserlös ist der Verlagsabgabepreis von den individuellen Rabatten der Händler abhängig und daher für den Autor schlecht kalkulierbar.

USt Umsatzsteuer (7% Print, 19% E-Book) in Deutschland.

Handelskosten = Handlungskosten, das sind alle Kosten, die das Unternehmen benötigt, wie z.B.: Ladenmiete, Gehälter. Diese Kosten können durchaus an die 40% betragen.

Achtet darauf, was in eurem Vertrag steht.

Das sind so die wichtigsten Punkte, auf die man achten sollte, wenn man die Entscheidung für eines der Veröffentlichungsmodelle trifft.

Bei Agenturen schaut es wieder anders aus, aber damit habe ich leider wenig Erfahrung. Hier müsst ihr aber auch mit Abstrichen bei der Bezahlung rechnen, denn die Agentur behält sich einen gewissen Prozentsatz als Honorar ein.

Fazit:

  • Achtet darauf, wie schnell ihr ein Manuskript zurückbekommt. Je schneller das geht, desto genauer solltet ihr beim Vertrag schauen.
  • Lest euch die Websites der Verlage genau durch. Die erscheinen meistens bei der Verlagssuche über Suchmaschinen zuerst, denn die schalten Werbung.
  • Fallt nicht auf Aussagen wie seriöser Verlag sucht Jungautoren. Das ist meistens mit sehr vielen Kosten verbunden und ihr sitzt am Ende da und habt so gut wie nichts.
  • Schaut euch genau an, wie abgerechnet wird und was ihr selbst an Leistung erbringen müsst, besonders wichtig ist das bei Kleinverlagen.
  • Gratis heißt nicht immer gratis.
  • Lasst euch im Zweifel von einem Rechtsanwalt beraten.

Hier könnt ihr noch in das dazu passende YouTube-Video reinhören.

Viel Glück bei der Verlagssuche und viel Spaß beim Schreiben

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Wieviel Recherche braucht ein Roman?

Weil es bei mir gerade wieder einmal aktuell ist, schneide ich dieses Thema an. Dazu gibt es auch ein YouTube Video, das ich euch noch verlinken werde.

Wieviel Recherche braucht ein Roman?

Das hängt in erster Linie vom Genre und dem eigenen Vorwissen ab. Schreibt man jetzt eine Romance, die in der heutigen Zeit spielt, muss man vielleicht gar nichts oder nur sehr wenig recherchieren. Doch sobald hier einige Besonderheiten innerhalb der Geschichte (Berufe, Gegenden oder persönliche Dinge, wie Einschränkungen, Herkunftsländer, etc.) dazukommen, wird es wieder wichtig, nachzufragen.

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Ich möchte euch etwas über historische Recherche erzählen, denn da muss man schon etwas tiefer graben und je weiter man in der Geschichte zurückgeht, desto schwieriger wird es, Informationen zu bekommen.

Zu verschiedenen Themen gibt es Fachliteratur, die kann man nutzen. Nur muss man da bereits halbwegs genau wissen, wonach man sucht.

Ein Anruf bei (Landes-, Staats-)Archiven kann sich immer lohnen, im schlechtesten Fall bekommen man eine Literaturliste. Aber auch hier sollte man schon in etwa wissen, was genau man braucht, damit sich die Mitarbeiter in den Archiven leichter tun.

Kontakte zu Pfarrämter, Klöstern, Stiftsbibliotheken bzw. Archiven sind ebenso lohnenswert. Auch hier werden oft relevante Daten aufbewahrt.

Nicht zu vergessen, das Internet. Wikipedia bietet zahlreiche Daten und hier kann man erste Hinweise finden. Diverse Suchmaschinen spucken auch relevante Daten aus und sogar auf YouTube finden sich hilfreiche Videos.

Eine gute Quelle sind auch Historiker und Alltagshistoriker. Universitäten und Museen können da bestimmt mit Fachpersonal aushelfen.

Zeitungsarchive bieten auch Material, sofern es noch vorhanden ist.

Sofern es geht, bieten Originalschauplätze immer wieder gute Ansatzpunkte für eine gewisse Recherche, wenn man im Hinterkopf behält, dass jede Straße vor etlichen Jahren anders ausgesehen hat. Es reicht schon, wenn man zehn Jahre zurückgeht, um eine Veränderung zu bemerken.

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Museumsbesuche lohnen sich auch fast immer. Doch auch hier sollte man aufpassen, wenn man z. B. Rüstzeug anschaut, dass das dann auch aus der Zeit stammt und nicht später zu Repräsentationszwecken vom jeweiligen Herrscher in Auftrag gegeben worden ist. Gerade im ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jahrhundert war es Mode, sich als Ritter zu präsentieren. Das beste Beispiel bietet hier Kaiser Maximilian I, der letzte Ritter, wie er sich selbst nannte.

Bei allen im Internet gefundenen Daten, Bildern und Videos lohnt es sich, das Ergebnis noch einmal zu prüfen, denn nicht alles, was so in den Weiten des Webs herumschwirrt, ist auch richtig.

Sich allein auf Wikipedia zu verlassen, halte ich bei historischen Romanen für zu wenig.

Für jeden historischen Roman ist es wichtig, etwas über das Alltagsleben in der Zeit herauszufinden. Bei berühmten Persönlichkeiten ist es einfacher, allerdings wird man in der dichterischen Freiheit etwas eingeschränkt, schließlich sollte man sich an die Überlieferungen halten, damit die Person dann als realistisch wahrgenommen wird. Hier wird es schwieriger je weiter man in der Zeit zurückgeht.

Wichtige Fragen, die man sich vor Beginn stellen sollte:

  • Wann genau ist die Handlung angesiedelt?
  • Wer war Herrscher und hatte wo seinen Sitz? (Das ist auch bei kleinen Regionen wichtig, weil die meistens die Lehen vergeben haben)
  • Wer hat die Lehen vergeben (weltlicher Adliger oder höherer Klerus, wie ein Stift)?
  • Wie war das Landleben bzw. das Stadtleben organisiert?
  • Wie sah es mit der Schulbildung aus?
  • Wie war die Ernährungssituation? (Mangel durch Dürreperioden bzw. durch Kriege)
  • Welche Kleidung trugen die Leute? Auch hier wieder Unterschiede Stadt und Land.
  • Wie war die Stellung der Frau? (Achtung, die war im Hoch- und Spätmittelalter besser als in der Neuzeit!)
  • Wie war die Hygiene, die medizinische Versorgung im Allgemeinen?
  • Wie waren die höflichen Anreden?
  • Wie kam man von A nach B? Straßennetze und Transportmittel.

Das ist nur ein kurzer Anriss der Fragen, über die man sich bei historischen Romanen Gedanken machen sollte. Selbst dann, wenn man über die 1980er Jahre schreibt, was ja noch gar nicht so lange her ist. Selbst ich, die ich in dieser Zeit aufgewachsen bin, müsste einiges nachlesen.

Recherche ist wichtig, um ein realistisches Bild einer gewissen Zeit darstellen zu können. Es muss kein historisches Sachbuch werden, aber ein wenig Ahnung sollte man von den Dingen haben, über die man schreibt.

Nun wünsche ich euch noch viel Spaß beim Recherchieren und beim Schreiben.

Und natürlich auch mit dem Video.

Warum ist ein Lektorat wichtig?

Kein Selfpublisher sollte am Lektorat sparen. Ich finde, dass das mitunter zu den wichtigsten Dienstleistungen in der Buchbranche vor dem fertigen Buch gehört. Ein Lektorat zerpflückt, zerstückelt und vernichtet nicht, es baut auf, es verbessert und bringt neuen Input.

Meine Lektorin Maren von Lektorat Schreibkunstwerk hat mich bislang noch immer gut vorwärts gebracht. Ich weiß, dass ich manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. So wird es auch allen anderen aus der schreibenden Zunft gehen. Irgendwann wird man betriebsblind, schreibt hinkende Sätze oder verwendet Metaphern, die am Ende ein unpassendes Schmunzeln verursachen. Stilblüten müssen nun wirklich nicht zwingend sein oder platter Humor.

Wie findet man nun den passenden Lektor für sein Manuskript?

Es gibt auf Instagram passende Hashtags und auf Facebook diverse Gruppe, in denen man nach Lektoren suchen kann. Oder man schaut auf den folgenden Internetadressen vorbei, dort gibt es ganze Listen an eingetragenen Lektoren und Lektorinnen.

https://www.lektoren.de/
http://www.lektorat.at/Lektorat.php
http://lektorate.ch/

Man kann sich informieren, schauen, ob der Preis passt und wie man überhaupt zusammen arbeitet. Dabei hilft ein Probelektorat oder man lässt einfach die nächste Kurzgeschichte von dieser Person lektorieren. Wenn die Chemie so gar nicht stimmt, ist es wenig sinnvoll, zusammen zu arbeiten. Da ist es besser, man sucht weiter.

Ich hatte mit meiner Lektorin großes Glück, oder auch wieder nicht, schließlich war ich ihr schon eine Weile auf Instagram auf den Fersen, also ich bin ihr schon ein ganzes Weilchen gefolgt, bis ich mich an sie herangewagt habe. Aber ich habe auch schon mit anderen Lektoren gearbeitet, zum Beispiel vom Magazin Litrobona, nachdem sie eine meiner Kurzgeschichten gekauft haben. Das scheint heute eine Werbesendung zu werden, dabei bekomme ich gar kein Geld dafür. Egal. Ich will nur meine Erfahrungen etwas breittreten.

Spart nicht am Lektorat. Man erkennt es. Ich merke es an meinen eigenen Büchern, die ich früher aus Geldmangel, ja, das ist ein häufiger Grund, warum es nicht gemacht wird, nicht habe machen lassen. Du kannst ein noch so gutes Manuskript schreiben, ein Lektor wird es noch besser machen. Das heißt ja nicht, dass man alle Veränderungs- oder Verbesserungsvorschläge annehmen muss. Zumindest regen die Anmerkungen durch das Lektorat zum Nachdenken über den eigenen Text an. Das ist immer gut und wichtig, schließlich sieht man ihn durch die Augen einer anderen Person, was ich für extrem wichtig halte. Logikfehler und Plotlöcher werden durch ein Lektorat aufgedeckt und vielleicht auch schon Ideen geliefert, wie man das schließen kann. Sie entwirren komplizierte Sätze oder bieten Wortalternativen an.

Einige Beispiele aus meiner Zusammenarbeit mit meiner Lektorin.

Ihr seht, es tut nicht weh und es steht auch was Gutes dort, das mich natürlich sehr freut. Diese kleinen Auszüge sind aus meinem neuen Roman „Wurzeln der Vergangenheit“, der im September 2022 bei Buchschmiede erscheinen wird.

Manch einer von euch wird jetzt sagen, dass auch Testleser hilfreich sind und nichts kosten. Ja, das stimmt, aber Testleser sind Leser und keine Lektoren. Klar, es ist kein geschützter Beruf und im Grunde kann jeder Hinz und Kunz Lektor werden, aber jemand, der sein Handwerk nicht versteht, wird nicht lange in diesem Beruf tätig sein, weil die Aufträge ausbleiben werden. Lektoren bilden sich in der Regel in ihrem Fach weiter, verbessern sich selbst, um für ihre Kunden – also uns Schriftsteller – das beste aus den Texten herauszuholen.

Gut ist gut, aber besser ist besser.

Also spart nicht am falschen Ende, lieber ein wenig länger auf die Veröffentlichung warten und sparen. Selfpulishing ist teuer, wenn man in Nischen, so wie ich, schreibt, ist es sehr selten, dass das investierte Geld wieder hereinkommt. Gerade am Anfang kann das dauern. Aber niemand sollte sich davon abschrecken lassen.

Und nun, viel Spaß beim Schreiben und beim Lesen.

(vielleicht schon bald meinen neuen Roman)

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Prolog und Epilog – Sinn oder Unsinn?

Heute geht es um 2 Bestandteile eines Romans, die nicht zwingend nötig sind, aber einen Rahmen bzw. einen schönen Weg hinein und auch wieder hinaus bilden können.

Bild Pixabay

PROLOG

Ein Prolog ist nichts anderes als ein Vorwort, mit dem man einige Dinge vorab erklären kann, ohne gleich massiv in die Geschichte einzutauchen.

Aber! Vorsicht vor zu viel Informationen! Im Zweifel würde ich auf den Prolog verzichten. Eine Geschichte wird nicht zwingend besser, wenn man ihr einen Prolog voran setzt.

Man muss verdammt aufpassen, dass man nicht zu viel erklärt. Die Leser finden auch so die Informationen im Text, die sie brauchen, um der Geschichte folgen zu können.

Ein Prolog muss das Interesse wecken, wie jeder gute Anfang.

Exposition, wenn es für die Stimmung/Handlung/emotionale Bindung nötig ist – aber keinen Infodump. Hier besteht die Schwierigkeit, es nicht zu übertreiben oder in den Kitsch abzudriften.

Schau da genau hin, ob es für die Geschichte wichtig und relevant ist. Erklärt er etwas Folgendes oder steht es nur da, weil es nett ist und „man eben Prologe schreibt“? Wenn die Frage mit Ja beantwortet werden kann, dann raus mit dem Prolog und munter mit dem 1. Kapitel beginnen.

Der Prolog ist sinnvoll, wenn man eine Welt erklärt, manchmal auch Mythen, die wichtig sind oder auch Szene aus der Vergangenheit, die später irgendwie eine Rolle spielen.

Man kann auch bereits Suspense aufbauen und etwas erwähnen, was später eintritt und die Romanfiguren noch gar nicht wissen können. Da braut sich ein Übel im Prolog zusammen und im 1. Kapitel ist alles nett und friedlich, die Protagonisten erfreuen sich ihres Lebens – das erzeugt beim Leser Spannung. Alfred Hitchcock hat das so klasse eingesetzt, das ich mir diese Filme immer noch gern anschaue und mit den Figuren mitfiebere. Der Leser weiß in dem Fall schon mehr als der Protagonist und hat damit Grund, mitzufiebern – dann müssen nur die Figuren so plastisch und lebensecht geschrieben werden, dass man auch Angst um sie bekommt und weiterlesen möchte.

Ich verzichte meistens auf Prologe, weil die Gefahr vom Infodump für mich zu groß ist, außerdem finde ich die meisten langweilig und nichtssagend, also die, die ich bislang gelesen habe, weshalb ich sie oft auslasse oder das Buch gar nicht erst lese bzw. kaufe.

Warum habe ich mich beim neuen Roman dazu entschlossen?

Ich führe eine neue Fraktion ein, eine neue Welt und die Figur, die darin Erwähnung findet bzw. vorgestellt wird und aus deren Sicht ich den geschrieben habe, kommt in der Folge nicht mehr vor, er wird nur noch erwähnt. Aber man sieht durch den Prolog, wie diese Fraktion arbeitet, was ihr wichtig ist und man lernt gleichzeitig einen der Planeten der Allianz der vereinten Planeten bzw. der Vereinten Planeten kennen. Dazu erleichterte es das Verständnis, warum ein späterer Protagonist diese Fraktion so vehement ablehnt.

Im Epilog führe ich den Leser noch einmal zurück an diesen Ort aus anderer Perspektive und schließe den letzten offenen Punkt. Doch dazu kommen wir etwas später.

Zusammenfassung Prolog:

  • Kurz halten
  • Kein Infodump
  • Vorstellung der Welt bzw. des Settings
  • Er soll neugierig auf den Rest des Romans machen
  • Eventuell bereits Spannung aufbauen

Was spricht für einen Prolog?

  • Man kann bereits das Setting und Charaktere vorstellen
  • Die Vorgeschichte erzählen, ohne später eine Rückblende einbauen zu müssen

Was spricht dagegen?

  • Wenn der Autor überlegt, welchen Prolog er schreiben soll bzw. wie oder was – das ist nicht gut und tut nichts für die Geschichte
  • Wenn man im Prolog die Figuren und die Geschichte bereits erklärt – das geht auch im Roman sehr gut.
  • Wenn man ihn als Vorwort wie in einem Sachbuch missbraucht.
  • Wenn man meint, man müsse unbedingt einen Prolog schreiben, weil …

Auch beim Prolog gilt: SHOW DON’T TELL!

Kommen wir jetzt zum

EPILOG

Im Epilog wird klassisch noch einmal alles mehr oder weniger zusammengefasst – zumindest im antiken Theater, im Film ist es der Abspann (da werden die Beteiligten zusammengefasst) – im Roman kann man hier noch die letzten losen Fäden schließen, ein Fazit oder eine Moral anbringen. Nötig ist ein Epilog nicht wirklich. In den meisten Fällen kann man sogar getrost darauf verzichten. In meinem neuen Roman habe ich einen geschrieben, um wieder an den Prolog vom Anfang anzuschließen. Es ist auch ein kurzer Zeitsprung erfolgt. In dem Historienroman „Ludus vitae“ (ein Roman von mir) habe ich auch ein Schlusswort, hier schließe ich die Entwicklung der Hauptfigur ab und weise auf die Zukunft hin. Das ist aber auch alles.

Wie beim Prolog würde ich den Epilog so kurz wie möglich halten, keine großartigen Dinge mehr anstellen und vorher schon überlegen, ob man das nicht besser alles in einem Kapitel unterbringt.

Wer krampfhaft Logiklücken kitten und andere fehlende Informationen im Epilog unterbringen möchte bzw. muss, schießt sich selbst ins Knie. Ein Epilog kann zwar einen lohnenden Abschluss bilden, aber nichts retten, wenn man im Text auf etwas vergessen hat. Lieber im Manuskript noch was ändern und auf den Epilog verzichten – das ist aber nur meine Meinung. Im Zweifel fragt die Lektoren eures Vertrauens.

Auf jeden Fall ist der Schluss etwas, das dem Leser im Gedächtnis bleibt (hoffentlich). Der Schluss soll den Leser aus der Geschichte führen, ihn rausbegleiten und ihm Lebewohl wünschen. Manchmal bedarf es noch eines kleinen Abschiedstrunks an der Tür, der sich aber wirklich nur auf einen Kurzen beschränken soll. Meistens reicht ein knappes: „Und tschüss“ mit dem letzten Kapitel aus.

Was ist beim Epilog wichtig?

  • Der Spannungsbogen ist bereits im letzten Kapitel abgeschlossen worden.
  • Zeigen einer sich anbietenden neuen Zukunft oder so in der Art.
  • Nebenschauplätze final beenden (muss man nicht, kann man machen).
  • Kurz halten
  • Wenn ein Prolog vorhanden ist, an den eventuell anknüpfen, dann hat man ein schönes rundes Bild.
  • Im Zweifel, den Epilog weglassen – aus den gleichen Gründen wie beim Prolog

Ein Prolog bedingt keinen Epilog und beides ist kein MUSS, um einen guten Roman zu schreiben. Im Gegenteil.

Das war es jetzt auch schon wieder.

Zum Nachhören gibt es diesen Beitrag auch hier:

Viel Spaß beim Geschichtenschreiben.

Scheiden tut weh …

Scheiden tut weh – besonders dann, wenn man trennt, was zusammen gehört.

Pixabay

Immer wieder lese ich es, dass kleine, unscheinbar erscheinende Wörtchen getrennt werden, dabei haben die sich ewige Treue geschworen.

Dazu gehören die Wörtchen: dazu, davon, davor, dafür, dabei, dagegen

Natürlich kann man sie in der wörtlichen Rede trennen und so eine Eigenheit des Sprechenden erzeugen, aber im Erzähltext oder auch in anderen Texten kommt das sehr – sagen wir es freundlich – unangenehm daher.

In Deutschland wird gern getrennt, in Österreich wird die am liebsten die Vorsilbe verdoppelt. Beides ist falsch.

Beispiele:

Natürlich, da war er gegen, schließlich wollte er sich erst einmal von seinem letzten Auftrag erholen.

Natürlich, da war er dagegen, schließlich wollte er sich erst einmal von seinem letzten Auftrag erholen.

Natürlich war er dagegen, schließlich wollte er sich erst einmal von seinem letzten Auftrag erholen.

Da war niemand außer die Lady für.

Da war niemand außer die Lady dafür.

Niemand außer die Lady war dafür.

Da war sie bei gewesen.

Da war sie dabei gewesen.

Sie war dabei gewesen.

In der wörtlichen Rede kann es sinnvoll sein, um eine Eigenheit hervor zu streichen, so wie jeder andere Slangausdruck ebenfalls.

„Ey, guter Vorschlag da bin ich voll für. Sag, wann’s losgeht.“

„Das ist ein guter Vorschlag, da bin ich sehr dafür. Sagen Sie, wann es losgeht.“

„Warst du bei dem Konzert?“ – „Ja, da bin ich bei gewesen.“ – „Ja, da bin ich dabei gewesen?“ – „Ja, ich bin dabei gewesen.“

„Da möchte ich noch was von.“ – „Da möchte ich noch etwas davon.“ – „Ich möchte noch etwas davon.“

Genug der Beispiele, ihr seht, worauf ich hinaus möchte.

Wortbedeutungen, Verwendungen und Synonyme, Teil 8

Es geht weiter mit den Wortbedeutungen, deren Verwendung und den passenden Synonymen.

Heute geht es wieder im Wörter, die man leicht verwechseln kann, die auch verwechselt werden, und was sie bedeuten.

Warum nehme ich genau dieses Thema?

Es ist mir beim Korrigieren meines aktuellen Manuskripts aufgefallen und ich war peinlich berührt.

Man kann ja versuchen ein Minenspiel daraus zu machen, gemeint war das Mienenspiel im Gesicht natürlich und nicht im Bergwerk.

Es gibt aber noch andere Wörter, von denen man meinen könnte, sie hätten die gleiche Bedeutung. Ich habe ja einen Beruf gelernt, der viel mit Wirtschaft zu tun hat, da passt das nächste Paar vorzüglich.

Ankaufen und kaufen. Wir Konsumenten kaufen die Waren, die der Händler beim Großhändler ankauft. Beides wird gekauft, also Ware, Dienstleistung, Information gegen Bezahlung, wobei der Konsument als vorläufiger Endverbraucher zu verstehen ist. Natürlich kann man dann die Ware gebraucht weiterverkaufen. Informationen lassen sich auch kaufen.

Synonyme: erwerben, erstehen, besorgen, beziehen

Infolge und aufgrund, klingen jetzt nicht gerade ähnlich, aber man kann sie in manchen Fällen synonym verwenden. Allerdings muss man dabei beachten, dass die Ablauffolge der Handlung hier wichtig ist. Infolge stellt immer einen Ablauf dar, etwas geschieht, in der Folge des Vorherigen. Aufgrund weist auf die Ursache des Umstands hin.

Beispiel: Infolge der Pandemie ist es zu Entlassungen gekommen.

Erst war die Pandemie, danach die Entlassungen.

Beispiel: Aufgrund der Pandemie ist es zu Entlassungen gekommen.

Hier wird die Pandemie als alleinige Ursache der Entlassungen angenommen.

Ich denke, so sieht man den Unterschied besser.

Website und Webseite lese ich auch immer wieder falsch verwendet. Die Website beschreibt den gesamten Internetauftritt unter der bestimmten Internetadresse. Die Seite ist nur eine bestimmte Unterseite, z. B. Blog oder Impressum u.v.m.

Fraglich und fragwürdig kann man ja auch leicht verwechseln, bedeuten aber etwas anderes.

Ist eure Reaktion auf diesen Beitrag fraglich oder fragwürdig?

Wenn ich sage, es ist fraglich, wie ihr darauf reagiert, dann heißt das, dass das Ergebnis unsicher ist.

Synonyme wären hier: offen, unsicher, ungeklärt

Wenn ihr bereits darauf reagiert habt und ich eure Reaktion mit Zweifel betrachte, ist sie fragwürdig, also moralisch verdächtig oder von zweifelhafter Natur.

Synonyme wären hier: zweifelhaft, unklar, strittig, ungeklärt

Selig und seelisch sind ja auch leicht zu verwechseln, wenn man nicht weiter darüber nachdenkt. Ein Blick in den Duden schafft hier Abhilfe.

Selig hat mehrere Bedeutungen. Im religiösen Sinn ist jemand erlöst, im Himmel, im Paradies und genießt die himmlischen Wonnen. Es ist auch ein Glücksgefühl, ein sehr tiefes sogar oder ist von etwas über die Maßen begeistert.

Beispiele: Selig legte sie die Beine hoch und schloss die Augen. Sobald er sie sah, lächelte er sie selig an. Die Nonne wurde von der katholischen Kirche selig gesprochen. Der alte Ewan, Gott hab ihn selig, …

Synonyme: glücklich, begeistert, erfüllt, verliebt oder auch tot

Seelisch bezieht sich auf die Seele.

Beispiele: Seine Krankheit hatte seelische Ursachen.
Wir müssen der seelischen Gesundheit mehr Beachtung schenken.

Synonyme: psychisch, nervlich, die Seele betreffend

Bild Pixabay

Damit verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal und wünsche euch viel Spaß beim Schreiben und Formulieren.

Projekte am laufenden Band

Eigentlich wollte ich doch regelmäßiger hier schreiben und meinen Blog mit unterhaltsamen, klugen Inhalten füllen, euch über meine Projekte informieren und den einen oder anderen Schreibtipp geben. Der bekannte Spruch Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt, passt hervorragend. Ich finde dauernd neue Aufgaben, die mich faszinieren, die ich mir anschauen und natürlich auch probieren muss. Ja, muss. Als gäbe es nicht auch so ausreichend zu tun.

Dafür informiere ich euch heute über den Fortschritt meiner Projekte und was es Neues gibt.

Die Spendenanthologie geht ihren Weg. Der Buchsatz ist gemacht, das Cover macht die wundervolle Florin von https://100covers4you.com/ Ich freue mich schon darauf, wenn ich es euch zeigen kann. Die eingesendeten Haikus sind superschön. Ich freue mich sehr über die rege Teilnahme und den schönen, freundlichen Austausch mit den Autoren.

Ich denke, dass die Anthologie im Mai fertig werden und in den Handel kommen wird.

Mein aktuelles Romanprojekt hat jetzt einen Titel und ich stecke mitten in der 2. Überarbeitungsrunde. Im Mai muss es ins Lektorat, das heißt, ich muss mich ranhalten. Warum schreibe ich dann hier? Weil das auch dazugehört, irgendwie. Denke ich. Also, der nächste Salamander-Roman wird auch so an die 350 bis 400 Seiten, das Hauptthema bleibt der Umweltschutz, dieses Mal in etwas mehr Politik verpackt. Ihr lernt die Qolpa näher kennen und noch eine andere Spezies, die Nuum. Es gibt zwar keine Weltraumschlachten und viel Zeit im Weltraum. Ich bin gespannt und nervös, was meine Lektorin https://www.lektorat-schreibkunstwerk.de/ dazu sagen wird.

Das nächste, ich habe eine Mikro SF für einen Wettbewerb geschrieben, das ist eine ganz, ganz kurze Kurzgeschichte mit 500 Anschlägen maximal, und eine Kurzgeschichte für einen weiteren Wettbewerb bei https://www.mymorawa.com/. Eine weitere Kurzgeschichte habe ich angefangen.

Meine Kurzgeschichte „2090 – Luisas Weg“ wird im Juni im Magazin von https://litrobona.com/ sowohl online als auch in Printausgaben erscheinen. Darüber freue ich mich riesig!

Was gibt es noch?

Ja, YouTube, dort bin ich jetzt auch zu hören mit dem Account „Der Podcast mit dem Kater“. Ich möchte mich mit den Beiträgen dort nicht allzu ernst nehmen, das Leben macht das schon automatisch für uns, deshalb habe ich Cato ausgepackt. Wer ihn nicht kennt, schaut mal auf meinen Instagramkanal @ysardsson oder eben auf YouTube vorbei. Ich verlinke euch den letzten Beitrag, in dem es um Ideenfindung geht.

Und jetzt wünsche ich euch ein wundervolles Osterfest, ein paar schöne und erholsame Feiertage, bleibt gesund und kreativ.

Vorlesetag 24. März 2022

Gestern hat ganz Österreich gelesen – oder nicht ganz, ein Teil davon hat zugehört. Doch die Veranstaltung war dieses Mal nicht nur auf Österreich bezogen, denn gelesen worden ist weltweit.

Der ÖSTERREICHISCHE VORLESETAG ist eine Initiative, die das Lesen wieder ins Zentrum des allgemeinen Interesses rücken will. Lesen ist der Grundbaustein unserer Kultur. Leider zeigt sich, dass die Generation „Digital Natives“ Schwierigkeiten hat, sinnergreifend lesen zu können.

Bild und Zitat: https://vorlesetag.eu/warum-vorlesen/

Viele Lesungen könnt ihr euch hier anhören bzw. anschauen: https://vorlesetag.eu/vorlesungen/ oder hier https://www.mymorawa.com/lesungen-oevlt2022/

Und hier folgt meine Lesung, die ich live auf Instagram gehalten habe, was natürlich das Hochkant-Format erklärt. Danke noch einmal an alle Zuhörer und Zuhörerinnen. Es hat Spaß gemacht mit euch.

Und Danke auch an den österr. Vorlesetag, den ORF und MyMorawa, die den Tag organisiert haben.