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Rhetorische Stilmittel 2

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Weniger ist manchmal mehr – aber wie geht das, ohne den Sinn zu zerstören?

In diesem Beitrag geht es um Verknappung und Worteinsparungen. Gerade sie verwenden wir sehr häufig, oft auch unbewusst, um den Lesefluss zu erleichtern. Bei der Verknappung werden Wörter ausgelassen oder verschoben, um die Bedeutung des Geschriebenen bzw. Gesagten zu erhöhen, Pointen zu erzeugen oder etwas ungesagt zu lassen, um den Leser/Zuhörer später zu überraschen. Auf jeden Fall sorgen sie für Abwechslung.

Ellipse

Sie kann die Grammatik aushebeln und trotz der Auslassungen kann der Satz dennoch richtig sein, sofern er verständlich bleibt. Wird der Satz unverständlich, ist es falsch. Aber es kann auch offen bleiben, besonders häufig bei Krimis, dann bleibt der Satz generell unvollständig, damit die Leser auf eine falsche Fährte gelockt werden.

Es handelt sich um eine Verknappung, die das Wesentliche in den Vordergrund rückt.

Viele Ellipsen erhöhen das Tempo des Textes bzw. der Rede. Im journalistischen Bereich wird dieser Telegrammstil häufig verwendet. In der wörtlichen Rede lassen sich Ellipsen gut einbauen, um so einen gewissen sozialen Hintergrund zu verdeutlichen. „Rein!“ Mit der entsprechenden Geste, die Hand zeigt aufs Haus, ins Zimmer, etc., weiß jeder, dass der so Angesprochene etwas betreten soll.

Beispiele:

  • „Ende gut, alles gut.“
  • „Hier werden Sie geholfen.“
  • „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“
  • „Was nun?“
  • „Wir sind Papst“

Zeugma

Dieses rhetorische Stilmittel verwende ich recht häufig, um Wortwiederholungen zu vermeiden. Es ist eine Beziehung eines Satzteils, u.a. des Verbs (Prädikats), auf zwei oder mehrere Satzglieder, während es semantisch nur zu einem passt. Gezielt und pointiert eingesetzt, kann man damit die Leser überraschen.

Beispiele:

  • „Er hob den Blick und die Hand zur Tür …“
  • „Gestern liefen sie aus dem Haus und durch die Straßen.“
  • „Ihr vorrangiges Ziel war, den ersten Testlauf zu bestehen und die Blicke der neugierigen Zuschauer.“
  • „Die Fragen der Journalisten waren lausig, auch das Dinner.“
  • „Der See kann sich, der Landvogt nicht erbarmen.“ (FRIEDRICH SCHILLER: Wilhelm Tell)“
  • „Catilina sparte schließlich weder an Kosten noch an Mäßigung“ (SALLUST)“

Aposiopese

Bei dieser Sonderform der Ellipse wird die wesentliche Aussage eines Satz verschwiegen und muss durch den Empfänger erraten werden. Hier kann viel Dramatik erzeugt werden oder auch Pathos.

Beispiele:

  • „Wenn ich dich in die Finger bekomme …“
  • „Der kann mich mal …“
  • „Hast du wirklich -? Nein, hast du nicht -? Oder doch -?“
  • „Willst du auch -?“
  • „Wenn es mir nicht gelingt, den Grafen augenblicklich zu entfernen: so denk’ ich – Doch, doch, ich glaube, er geht in diese Falle gewiss.“ (GOTTHOLD EPHRAIM LESSING: Emilia Galotti)

Anakoluth

Diese Sonderform bricht völlig mit der Grammatik, indem der Satz richtig anfängt, dann aber abgebrochen und anders fortgeführt wird. Ein Anakoluth ist kennzeichnend für den mündlichen Stil der Alltagssprache. In der wörtlichen Rede verleiht er dem Protagonisten/der Protagonistin eine gewisse Zerstreutheit, Aufgeregtheit, Nervosität. Es sagt vielleicht sogar etwas über den sozialen Status der Person aus.

Es gibt 3 Formen:

  • Ausstieg: Abbruch des Gedankens
  • Retraktion: Umbau eines Satzes
  • Umstieg: Wechseln der syntakischen Konstruktion

Beispiele:

Ausstieg:

  • „Also, ich weiß nicht …“
  • „Hast du gewusst, dass …“
  • „Trau dich noch einmal …“

Retraktion:

  • „Gestern war es kalt … nicht ganz so.“
  • „Vor ein paar Stunden kam es zu einer Explosion … einem kleineren Unfall im Reaktor sieben.“
  • „Das ist ein Date … ich meine, Kaffee trinken oder …“

Umstieg

  • „Wir hatten gestern ein Date, abgesehen davon war das Fußballmatch sensationell. “
  • „Rosemary hat mir das mit der Dosimetrie erklärt … Ich habe eine Dose Cola getrunken.“
  • „Korf erfindet eine Mittagszeitung, / welche, wenn man sie gelesen hat, / ist man satt.“ (CHRISTIAN MORGENSTERN)

Apokoinu

Diese Stilfigur dient der Worteinsparung und Verknappung sowie der künstlerischen Kürze. Ein Wort oder Satzglied bezieht sich auf zwei andere Teile. Häufig steht das einzelne Wort hier in der Mitte einer Äußerung und bezieht sich sowohl auf das Vorhergehende als auch das Folgende.

Beispiele:

wintersturmgerausche
auf das heulen lausche
jagen flocken um die
häuser
wirbeln sie
(aus dem Gedicht „schneezeit“ von mir)

jagen flocken um die häuser. um die häuser wirbeln sie.

Was sein Pfeil erreicht, das ist seine Beute, was da kreucht und fleucht. (FRIEDRICH SCHILLER, Wilhelm Tell)

Was sein Pfeil erreicht, das ist seine Beute. Das ist seine Beute, was da kreucht und fleucht.

An diesen Beispielen sieht man deutlich, wie sehr in der Dichtkunst verknappt werden kann und der Text trotzdem verständlich bleibt.

Ich hoffe, der Spaß an den Stilmitteln bleibt noch eine Weile erhalten, denn es gibt noch sehr viel mehr.

Die Beispiele sind entweder Redewendungen oder von mir selbst erdacht, andere sind mit dem Urheber versehen.

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Rhetorische Stilmittel 1

Alles eine Frage des persönlichen Stils – oder doch nicht?

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Wozu braucht man das überhaupt?

Gehört das nicht zur Lyrik?

Stilmittel gehören seit der Antike zur Rhetorik, bereits Aristoteles und Cicero haben verschiedene rhetorische Figuren in ihren Texten beschrieben (gelesen habe ich nur „De oratore“ von Cicero). Mit ihrer Hilfe kann man einen Text gestalten, ihn formen und interessant machen, man kann Tempo hinein bringen, Spannung durch Verknappung aufbauen und neue sprachliche Bilder entwerfen, um aus den gewohnten und langweiligen Bahnen auszubrechen.

Nicht nur die Lyrik benutzt diese Stilmittel, wobei es in der Lyrik noch anderes gibt, doch in dieser Beitragsreihe halte ich mich an die erzählende Literatur.

Rhetorik ist etwas, das man lernen kann und auch sollte, wenn man sich mit Texten beschäftigt oder auch beruflich viel reden muss. Man gewinnt Sicherheit beim Sprechen, die Ausdrucksformen werden vielfältiger – man wird interessanter.

Bringen wir Farbe in die Sprache und gestalten sie mithilfe der rhetorischen Figuren und Tropen vielfältiger.

Ein kurzer Exkurs zur Begriffserklärung, dann wird es praktischer:

Man teilt die Stilmittel in Figuren und Tropen ein. Figuren bedienen sich der Syntax (= der Reihenfolge der Zeichen) und Tropen der Semantik (= Bedeutung der Zeichen).

Figur:

Die rhetorische Figur hat sich aus der antiken Dicht- und Redekunst entwickelt. Zahlreiche Figuren schmückten damals bereits die Texte, um zu betonen, zu verdeutlichen – etwas darzustellen. Der Name figura kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie plastisches Gebilde – in unserem Fall eine plastische Umgebung zu beschreiben, sie dem Leser/der Leserin so nahe zu bringen, dass er/sie vor dem geistigen Augen sehen kann.

Tropus:

Beim Tropus weicht das Gesagte vom Gemeinten ab.

Da ich keine Literaturwissenschaftlerin bin, gehe ich nicht näher auf das Thema ein, das können andere Leute sehr viel besser und interessanter. Einfach abschreiben möchte ich nämlich nicht.

Ich beginne mit den (für mich) wichtigsten Stilmitteln:

Metapher

Sie gehört zu den Tropen. Das eigentliche Wort/Wortgruppe wird durch einen bildhaften Ausdruck ersetzt. Sie hat keine besonderen Merkmale und lässt sich am besten durch Übung bzw. Lesen von Beispielen erlernen. Es ist wohl das am meisten verwendete Stilmittel überhaupt, sei es in der Alltagssprache, der Politik, der Werbung und vor allem der Literatur, abgesehen vom Vergleich.

Beispiel:

  • Analogie in der äußeren Gestalt: z. B. Glimmstängel, Flaschenhals, Fettauge
  • mit ähnlicher Funktion: z. B. Stuhlbein, Motorhaube
  • ineinanderfließen von Vorstellungen: Gesang der Wellen, Heulen des Sturms, Wolkenschlacht

Die eben verwendeten Metaphern haben Einzug in die Alltagssprache gefunden und sind dort gar nicht mehr wegzudenken. Wer würde sich bei Briefkopf noch Gedanken über Metaphern machen oder bei der Motorhaube?

Manche Metaphern verblassen mit der Zeit und werden zur Gewohnheit, ihnen wohnt nicht mehr der Reiz des Neuen inne. Kaderschmiede, Adlerauge, Katerfrühstück, gebrochenes Herz und noch viele mehr, sind kaum noch als Metaphern zu erkennen.

Die Schwierigkeit bei der Erfindung neuer Metaphern ist die Verständlichkeit. Wird ein Bild zu fremdartig, erkennt es der Leser nicht mehr und der Text wird unverständlich und langweilig, anstatt zu unterhalten. Aber auch die Verwendung zu abgedroschener Metaphern birgt die Gefahr der Langeweile in sich, denn sie vermittelt dem Leser die eigene Fantasielosigkeit.

Im Gegensatz zum Vergleich, kommt die Metapher ohne jedes weitere erklärende Wort aus.

Vergleich

Mit dem Vergleich (= Figur) verstärkt man eine Aussage, untermalt sie und stellt sie bildhaft dar. Zur Einleitung gibt es immer die Vergleichspartikel „wie“ oder „als“.

Beispiele:

Sie ist scheu wie ein Reh, kratzbürstig wie eine Katze.

Der Mond leuchtet wie eine helle Lampe in finstrer Nacht.

Nora ist so schlau wie ein Fuchs.

Clemens ist so stark wie ein Löwe.

Ihr Haar glänzte im Schein der frischen Morgensonne wie das Gold auf den Feldern. (Hier haben ich einen Vergleich und eine Metapher eingebaut, da das Gold auf den Feldern das reife Getreide meint. Somit kennt sich jeder aus und weiß, dass sie blond ist.)

Laurenz lief so schnell wie der Wind, doch Timo war schneller als er.

Der Wind fuhr Laurenz in die Beine, er trug ihn mit sich, doch Timo ritt auf den Wellen des Sturms und überholte ihn bereits nach der zweiten Kehre.

Ich denke die Beispiele sprechen für sich.

So weit zu der kleinen Einführung in die Stilkunde. Es werden in unregelmäßigen Abständen noch weitere Stilmittel folgen.

Ich hoffe, ihr habt Spaß daran.

Wortbedeutungen, Verwendungen und Synonyme, Teil 4

Heute wird verglichen und in die Superlative gegriffen. Grammatik einfach – hoffentlich, auch wenn das eher wenig mit dem Titel zu tun zu haben scheint. Kennt man die Bedeutung der kleinen Wörter, dann ist es viel einleuchtender und man verwendet sie richtig.

Früher dachte ich immer, das wäre alles so furchtbar kompliziert. Ist es aber nicht, wenn man ein paar einfache Dinge beherzigt.

Heute möchte ich euch einige dieser Dinge näher bringen – unsortiert wahrscheinlich und sehr laienhaft. Ich bin eben weder eine Deutschlehrerin noch habe ich Germanistik studiert.

Es geht um den

KOMPARATIV

Adjektive und Adverbien werden mit dem Komparativ gesteigert. Die Steigerung ist notwendig, um Dinge, Personen und Eigenschaften zu vergleichen. Die Eigenschaften werden nach Größe, Wichtigkeit und Intensität geordnet …

Beispiel:

  • Das Haus ist groß. Der Palast ist größer.
  • Ihr fahre gern mit der Bahn, du fährst lieber mit dem Auto.
  • Wie bildet man nun diesen Komparativ?
  • Es gibt regelmäßige und unregelmäßige Formen.
  • Bei der Regelmäßigen hängt man einfach -er ans Adjektiv oder Adverb.

Beispiel:

  • Der Stein ist klein, aber der Kiesel ist kleiner.
  • Der Bauer ist fleißig, aber die Bäuerin ist fleißiger.
  • Bei einsilbigen Adverbien/Adjektiven ändert sich das Stammvokal
  • a – ä
  • o – ö
  • u – ü
  • Philip ist groß, Matthias ist größer.
  • Elisa ist klug, Friederike ist klüger.

Bei mehrsilbigen Adverbien/Adjektiven hängt man weiter nur das -er ans Ende. Steigerungen nie mit MEHR bilden!

Falsch: Der Film ist mehr interessant als das Buch. (Das liest sich wie eine wortwörtliche Übersetzung aus dem Englischen.)

Richtig: Der Film ist interessanter als das Buch.

Unregelmäßige Formen und ihre Steigerung:

GernLieberAm liebsten
GutBesserAm besten
VielMehrAm meisten
HochHöherAm höchsten
BaldEherAm ehesten
TeuerTeurerAm teuersten
DunkelDunklerAm dunkelsten
NahNäherAm nächsten
GroßGrößerAm größten

Das sind nur ein paar Beispiele, um zu verdeutlichen, wie das aussehen kann. Das Superlativ werde ich im Folgenden noch näher anschauen.

Vergleichswörter „als“ und „wie“

Bei Vergleichen, die ungleich ausfallen (etwas ist größer, kleiner, teurer, billiger, schöner) wird immer „ALS“ verwendet.

Beispiel:

  • Ich habe Bücher lieber als Filme.
  • Der Hofnarr ist klüger als der König. (Lass das den König nicht wissen!)
  • Felicitas ist besorgter als Marvin wegen der Wetterlage.
  • Thomas ist verliebter als seine Angebetete. (Wahrscheinlich will sie ihn nicht verletzen.)
  • Der Dieb ist geschickter als die Polizei erlaubt.
  • Das Raumschiff der XY ist besser bewaffnet als das der YX.

Wenn zwei Dinge oder Handlungen gleich sind, wird „so … wie“ verwendet.

Beispiel:

  • Amelia ist so schön wie eine Blume.
  • Deine Familie ist so groß wie meine.
  • Deine Nase ist so hässlich wie ein Ork.
  • Die neuen Raumschiffe fliegen so schnell wie das Licht.

Komparativformen müssen dekliniert werden, wenn sie vor einem Substantiv stehen.

  • Deine Kirschen sind gut, meine sind besser.
  • Ich habe bessere Kirschen als du.

Der Superlativ gehört auch dazu, schließlich ist es die höchste Steigerungsform. Höher oder am besten, geht nicht.

Man bildet es mit dem Adjektiv und hängt -sten dran.

  • Der Baggersee ist am kleinsten von allen Seen in der Gegend.
  • Der Mount Everest ist am höchsten.

Beachte: immer „am“ vor dem Superlativ und nicht deklinieren!

Ausnahme: Wenn ein Substantiv vor dem Superlativ stehen kann, darf es nicht verwendet werden, dann muss dekliniert werden!

  • Maria ist die klügste Schülerin.
  • Igor kennt die klügste Schülerin. Sie heißt Maria.
  • Igor ist der schnellste Läufer.
  • Maria liebt den schnellsten Läufer. Er heißt Igor. – hier wird das Akkusativ gebeugt.

Niemals die Formen mischen!

Falsch: Igor ist der am schnellsten Läufer.

Das gilt auch bei Vergleichen mit „als“, auch wenn ich das häufig höre.

Falsch: Maria ist klüger als wie Leon.

Bei Superlativen gibt es keine Steigerung mehr.

Falsch sind:

am optimalsten (obwohl das schon Einzug gehalten hat), am bestesten, die einzigsten, am falschesten, am richtigsten, …

Ich hoffe, der kleine Ausflug hat euch Spaß gemacht und ihr findet ihn informativ.

Der Buchsatz

Der Buchsatz ist etwas, mit dem sich jeder Selfpublisher früher oder später beschäftigen muss, wenn er keinen Profi engagieren möchte.

Ich bin selbst kein Profi, werde aber ein paar wichtige Dinge zusammenfassen, die ich im Laufe meines Autorenlebens gelernt und aufgeschnappt habe.

1. Korrekter Text!

Das Manuskript muss satzreif sein, das heißt, es muss frei von Fehlern sein, das beinhaltet Grammatik, Rechtschreibung, Stil, Absätze und Sonderzeichen. Es ist wichtig, sich vorher schon entschieden zu haben, welche Anführungszeichen man verwendet, die dann durchgängig im Manuskript verwendet werden.

2. Der Text muss von unnötigen Elementen befreit sein

das heißt, man entfernt unnötige Markierungen aus dem Manuskript. Am einfachsten ist es, wenn man die Formatierungszeichen einblendet, dann sieht man sie auf den ersten Blick. So erkennt man unnötige Absätze, Leerzeichen und anderes ganz einfach und kann sie löschen.

3. Wahl der Schriftart und Größe

Ich gehe jetzt von belletristischen Werken aus, weil ich darin mehr Erfahrung habe, lasse aber die technischen Details, wie Breite, Höhe usw. weg, damit kenne ich mich nicht aus.

verschiedene Schriftmuster zu unterschiedlichen Genres – und wie sie den Inhalt verändern können

Die Schrift sollte gut leserlich sein und zum Inhalt passen. Meistens wird eine Schriftgröße zwischen 8 und 10 Punkt genommen. Bei Kinderbüchern je nach Altersklasse natürlich auch größer.

Es gibt auf den Schreibprogrammen schon vorinstallierte Schriften, die auch kommerziell verwendet werden dürfen. Wenn man in den weiten des Internets nach alternativen Schriften sucht, sollte man sich darüber informieren, ob sie auch verwendet werden dürfen – siehe Lizenzbestimmungen! Dabei ist noch wichtig, dass man vorher schon kontrolliert, dass die Schriftart alle Zeichen beinhaltet, die man verwenden möchte.

Generell muss man unterscheiden zwischen Serifenschriften und serifenlosen Schriften. Mehrheitlich werden bei belletristischen Werken Serifenschriften verwendet, wie z. B. Garamond, Sabon oder Minion. Serifenschriften sind die, mit den kleinen Häkchen unten. Diese Schriftarten sind für das lineare Lesen optimiert und erleichtern so den Lesefluss.

Auszeichnungen sind besondere Markierungen im Text, wie Kapitälchen, kursiv, fett, unterstrichen, farbig markiert. Diese sollten sparsam eingesetzt werden und immer nur eine Art davon. Unterstrichene Kapitälchen zum Beispiel sehen furchtbar aus und verschlimmern das Schriftbild.

4. Seiten- und Zeilenumbruch

Hier gilt es einiges zu beachten, es ist ein sehr wichtiger Teil des Buchsatzes – besonders ein ästhetischer. Ein falsch gesetzter Umbruch kann beim Leser zu einer Störung des Leseflusses führen. Besonders auffällig ist ein falscher Zeilenumbruch im Blocksatz, weil sich die Zeile ausdehnt und dann vielleicht nur zwei oder drei Wörter in der Zeile stehen. So etwas muss ausgebessert werden.

Hier gilt es einerseits die richtige Rechtschreibung bei der Worttrennung anzuwenden, als auch um den Lesekomfort. Zu viele Worttrennungen untereinander lassen ein unschönes Schriftbild entstehen.

Satzfehler beim Umbruch:

Schusterjungen: eine einzelne Zeile eines Absatzes am Ende einer Spalte oder Seite

Hurenkinder: die letzte Zeile eines Absatzes am Anfang einer neuen Seite

Fliegenschiss: die letzte Zeile eines Absatzes, die aus einer einzelnen Silbe eines getrennten Wortes besteht

Löcher: zu große und/oder variierende Wortabstände

Gassen auch Gießbach: vertikale, über mehrere Zeilen laufende, direkt übereinanderstehende Wortzwischenräume.

Das lässt sich recht einfach durch manuelle Eingriffe beheben. Entweder man macht spielt sich mit alternativen Worttrennungen oder ändert die Zeilenlaufweite manuell. Hier heißt es ausprobieren, was am Ende passt.

5. Wie ist ein Buch aufgebaut?

Cover – klar, das ist der Einband, darüber schreibe ich jetzt nichts weiter.

Buchblock – der besteht aus verschiedenen Teile, die ich gleich näher beschreiben werde.

1. Schmutztitel – 1. Seite und ist immer rechts; schlicht mit Titel und Name des Autors/der Autorin

2. Schmutztitelrückseite – 2. Seite und ist immer links; Kurzbeschreibung des Inhalts, Autorenvita (kurz)

3. Haupttitel oder Titelseite – 3. Seite, rechts; repräsentativ gestaltet mit Haupttitel, Untertitel, Genre, Autorenname, Hinweis auf den Verlag (Logo), Übersetzer etc. Schrift am besten wie auf dem Buchcover

4. Haupttitelrückseite – 4. Seite, links; Impressum. Es ist eine Pflichtangabe! Bibliografische Angaben über Copyright, Erscheinungsjahr, ISBN, CIP-Kurztitelaufnahme und Produktion müssen enthalten sein; Nachzulesen auch in den jeweiligen Landesgesetzen. Auch bei E-Books ist es Pflicht.

5. Widmung – Seite 5, rechts; kann muss aber nicht sein

6. wenn Widmung vorhanden, Vakantseite – Rückseite der Widmung, Seite 6, leer

7. Inhaltsverzeichnis, falls vorhanden – Seite 7, rechts

8. eigentlicher Text – beginnt immer rechts und hier fängt auch die Zeilennummerierung an

9. Danksagung, falls gewünscht keine Zeilennummern mehr

Vereinfachte Methode

Viele Selfpublisheranbieter stellen Vorlagen zur Verfügung. Sie sind praktisch, weil man sich nicht mehr selbst um so viel kümmern muss, schränken allerdings die Gestaltung etwas ein. Gerade für den Anfang lohnt es sich allerdings. Trotzdem muss man sich noch um den Textblock und die restliche Gestaltung kümmern, sobald der Text in die Vorlage eingefügt ist. Seiten- und Zeilenumbrüche, Kapitelüberschriften etc. müssen immer noch gemacht werden. Ein wenig Spielraum hat man auch bei der Wahl der Schriftarten.

Ich fand es sehr hilfreich, mit verschiedene Bücher anzuschauen, wie sieht dort das Schriftbild aus, der Aufbau und alles, was ich jetzt theoretisch angeführt habe. Es macht die Theorie plastischer und man kann sich das Ergebnis leichter vorstellen.

Nun frohes Schaffen!

Wem das zu wenig Information ist, der kann gern hier nachlesen, da wird alles viel genauer beleuchtet, ich habe mich doch sehr kurz und knapp gehalten:

https://www.autorenwelt.de/blog/der-selfpublisher/buchsatz-fuer-selfpublisher

Klappe und Action! Wie schreibe ich eine spannende Actionszene?

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Explosionen, Brände, Verfolgungsjagden, Kämpfe … das alles gehört in Actionfilmen zu den beliebtesten und natürlich wichtigsten Zutaten. Es ist laut, Blitze zucken, Feuerwände, fliegende Autos und Menschen … Kugeln, die in Zeitlupe auf den Protagonisten zusteuern.

Das geht auch in einem Buch. Und wie schreibt man das?

Im Folgenden gebe ich ein paar Tipps, wie man das Tempo steigern kann und ohne Langeweile das Drumherum beschreibt – oder eher erlebt.

Sei dir klar über die Fähigkeiten der Charaktere (mehr zur Figurenentwicklung hier).

  • Was können sie?
  • Sind es Menschen oder andere Rassen, Magier, Krieger, Agenten?
  • Wie alt sind sie?
  • Was tragen sie bei sich? (Es gibt nichts Langweiligeres als eine Deus ex machina Maschinenpistole, die aus einem enganliegenden Catsuit gezogen wird.)

Je nach Setting und Genre wählt man die Fähigkeiten des Protagonisten. Die Fähigkeiten und das Können muss man dabei dem Alter und dem Ausbildungsstand des Protagonisten anpassen.

Selbst beim kräftigsten Protagonisten ermüdet der Schwertarm einmal oder er hat die Munition verschossen. Das sind nur Kleinigkeiten, die ein Buch authentisch machen, sei es nun ein Roman aus der realen Welt oder eine Fantasy bzw. SciFi-Geschichte.

Was gar nicht geht:

  • Der Jungspund, der schon alles kann, Kraft und Ausdauer hat wie Herkules (wenn er nicht gerade so eine Figur ist) und Bewegungsabläufe hinlegt, die einen Artisten vor Neid erblassen lassen.
  • Der alte Mensch, der voller Energie und Tatenkraft durch die Gegend hirscht und niemals müde wird. Können wird der allerdings etwas, es fragt sich nur in welchem Bereich. Denkt daran, selbst Gandalf ist müde geworden und hat eine Pause gebraucht.
  • Ein Verletzter, der sofort wieder aufspringt und weitermacht, als wäre nichts geschehen. Spontanheilungen eignen sich vielleicht noch für magische Wesen, aber auch hier ist eine kleine Wartezeit angezeigt.
  • Ein Charakter, egal welchen Alters, der niemals müde wird und keine Pause braucht.
  • Jeden Kampf oder jedes Kriegsgeschehen locker und problemlos psychisch wegstecken.
  • Magie ohne Fehler ständig anwenden zu können, ohne dabei Kraft zu verbrauchen oder sich vom Kampfgeschehen drumherum ablenken zu lassen.
  • Keine Angst vor dem Tod und Verletzungen hat.
  • Ein Protagonist, der immer trifft und nie getroffen wird.

Hier muss man trotzdem immer wieder das Genre anpassen, denn Superhelden haben andere Kräfte als Menschen unserer Zeit, trotzdem finde ich Fähigkeiten, die wie zufällig oder die rettende Hand in letzter Minute aus dem Hut gezaubert werden fragwürdig.

Es kommt zum Kampf.

Bild von ArtTower auf Pixabay 
  • Verkürze die Sätze, so nimmt die Szene Fahrt auf.
  • Vermeide Schachtelsätze oder zu viele Nebensätze.
  • starke Verben verwenden!
  • Möglichst viele Aktivsätze bilden.
  • So wenig wie möglich Adjektive einbauen. Ein Zuviel davon bremst die Szene.
  • Die Charaktere bleiben in Bewegung – selbst dann, wenn sie stehen, schauen sie sich um.
  • Gefahr lauert überall, also muss genau beobachtet werden. Was sieht der Protagonist, wenn er durch eine Tür tritt? Er muss das mit einem Blick aufnehmen können, zumindest die wesentlichen Dinge.
  • Was hört er?
  • Gibt es etwas Verdächtiges zu riechen?
  • Ein Luftzug?
  • Bedenke bei Luft-, Raum- und Unterwasserkämpfen, dass es auch oben und unten gibt.
  • Vergiss die Logik nicht! Die Leser bemerken unlogische Abläufe.

Ein Kampfplatz mit vielen Beteiligten ist in der Regel laut, da wird geschrien, geschossen, Wände brechen, Stahl verbiegt sich, Schrapnelle fliegen durch die Luft, Querschläger, Freund und Feind sind manchmal schwer zu unterscheiden … Es ist furchtbar. Das darf und soll in die Szene eingebaut werden, um ein wenig Realismus zu erzeugen. Meistens ist die Sicht durch irgendetwas behindert, sei es ein Helm oder Nebelgranaten, eine Gasmaske oder das kleine Sichtfenster eines Panzers. Bei Luftkämpfen sieht die Sache wieder anders aus, ebenso, wenn der Kampf Unterwasser stattfindet.

Er duckte sich hinter die Mauer. Mörtel und Ziegelstaub prasselte auf ihn herab und nahmen ihm zusätzlich die Sicht. Seine Ohren klingelten. Ein weiterer Mörsereinschlag in der Nähe verstärkte das Geräusch. Er schüttelte den Kopf, wollte es vertreiben. Es blieb. Der Boden unter ihm zitterte von der Wucht der Detonationen. Ein weiteres Haus ging zu Bruch. Voll Entsetzen sah er den halben Körper eines Menschen neben ihm landen. Er packte das leichte Maschinengewehr fester. Ein Magazin hatte er noch, dann war er wehrlos. Rasch hob er den Kopf und spähte über die Deckung. Was er sah, versetzte ihn in Furcht. Die Reihe der Feinde wirkte endlos. Wie Maschinen stampften die Deloaner auf seine Position zu, flankiert von Renonpanzern, die in regelmäßigen Abständen Tod und Feuer spuckten. Da fühlte er den Heldenmut in sich wachsen. Er sprang auf und hob das Gewehr. „Macht sie nieder!“, brüllte der Taube. Weiter kam er nicht. Mitten im Sprung wurde er aufgehalten. Jemand packte ihn von hinten an der Schulter und riss ihn zurück. „Komm! Hier ist nichts mehr zu machen!“, schrie sein Kamerad. In dem Augenblick donnerten drei Drohnenbomber über sie hinweg und ließen ihre tödliche Fracht fallen.

Textbeispiel H. K. Ysardsson

Ist der Kampf nur zwischen zwei oder drei Personen, tut sich natürlich weniger, was nicht heißt, dass rundherum nichts stattfindet. Es können Leute zuschauen, anfeuern, die Polizei auftauchen …

Es gilt auch, darauf zu achten, dass die Kleidung und die Umgebung zusammenpassen. Jemand in einer fetten Stahlrüstung würde wohl sang und klanglos im Wasser untergehen, außerdem kommt er nur noch schwer bis gar nicht auf die Füße, wenn er einmal gefallen ist. Außer es handelt sich um eine kybernetische Rüstung aus der Science-Fiction. Bei der Bewaffnung ist daran zu denken, dass ein megalanges Zweihänderschwert, das am Rücken in der Scheide steckt, also über die Schulter gezogen wird, in einer Schenke mit niedriger Deckenhöhe eher zu einem Hindernis als zu einer Waffe wird. Dabei ist noch zu bedenken, dass so eine Waffe nicht über den Rücken gezogen werden kann, nicht einmal mit einem Kurzschwert klappt das. Maximal 20 cm kann man aus dem Futteral bekommen, für mehr bräuchte man überlange Arme. Langschwerter aus einer an der Seite befestigten Scheide zu ziehen, birgt fast das gleiche Problem. Für diese Art der Waffen braucht man viel Platz. Es sind Hiebwaffen und keine Stichwaffen, wie z. B. das Florett, das leichter und handlicher ist und schnellere Bewegungen erlaubt.

Wenn man Kämpfe einbaut, ist eine Recherche unumgänglich, damit die Abläufe ein wenig realistisch bleiben. Es gibt ausreichend Schützenvereine, um ein Gefühl für Schusswaffen zu bekommen, Kampfsportvereine und Mittelalterfestivals, wo man verschiedenes ausprobieren kann. Manche Museen bieten auch interaktive Schauobjekte an. Hier Zeit zu investieren ist das Beste, das man einer actionreichen Geschichte antun kann.

Bild von Pixabay

Bei Schusswaffen gilt es den Rückstoß zu bedenken. Selbst kleine Pistolen haben den und erst recht schwere Waffen wie Maschinengewehre oder Pan-zerabwehrfäuste. Der Rückstoß eines Maschinengewehrs kann einem Ungeübten die Schulter ausrenken oder noch mehr Schaden anrichten.

Frauen mit bikiniartiger Bekleidung mögen zwar sexy aussehen, aber als Krieger sind sie untauglich, denn jede Verletzung könnte unge-schützte Organe treffen und zum Tod führen. Hier halte ich selbst in der Fantasy etwas Realismus für wünschenswert.

Superheldenmäßige Moves sind auch so eine Sache. Sprünge, Würfe, Stürze, jemanden packen, das alles unterliegt der Physik und sollte an die jeweilige Fantasiewelt und den Fähigkeiten des Charakters angepasst werden.

Alles hat einen Grund! Jede Kampfhandlung, jede noch so kleine Rauferei braucht einen plausiblen Auslöser. Los zu dreschen, nur um jemanden zu hauen, ist meistens etwas langweilig. Der Konflikt muss sich aufbauen. Selbst dann, wenn man Kriegshandlungen schreibt, egal in welchem Genre, bietet es sich an, etwas die Hintergründe im Vorfeld zu beleuchten. Die Helden gehen nicht aus Spaß zum Kämpfen.

Die Kneipenschlägerei stellt andere Anforderungen als das Aufeinandertreffen zweier Armeen auf freiem Feld oder eine Raumschlacht.

Bei Verfolgungsjagden muss man ebenso das eine oder andere beachten. Wie oben schon erwähnt, die Umgebung miteinbeziehen und ständig im Auge behalten. Von überallher könnten Gegner auftauchen. Um authentisch zu bleiben, braucht es auch hier einen guten Grund, warum der Protagonist nicht erwischt wird. Die Verfolger können den Befehl haben, ihn lediglich zu verfolgen und zu verunsichern oder sie sind einfach nur vom Pech verfolgt und der Protagonist hat das schnellere Fahrzeug, Reittier, bessere Magie etc. Doch auch hier gilt, dass man sich an die Fähigkeiten der handelnden Personen orientieren muss und die Physik nicht ganz aus den Augen verliert.

Viele Actionszenen in Filmen schauen cool aus, aber wenn man sich näher damit beschäftigt, wird man erkennen, dass das nur im Film funktioniert. Mit Hochgeschwindigkeit auf einem Motorrad über die Autobahn zu jagen, dabei Hindernissen auszuweichen und mit einem Maschinengewehr nach hinten auf die Verfolger zu schießen ist höchst unwahrscheinlich. Sofortige Explosionen ebenso. Den Reifen eines fahrenden Autos zu erwischen gelingt vielleicht noch einem talentierten Scharfschützen.

Es gibt zwar einiges zu bedenken bei Kampf- und Actionszenen, aber sie machen auch Spaß – sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben.

Als Beispiel für einen Kampf habe ich eine Szene aus meinem Buch Ludus vitae genommen. Hier kämpfen Gladiatoren um Leben und Tod:

Kaum hatte er ausgetrunken, gingen die Spiele weiter und die vier Gladiatoren für den Brückenkampf wurden gerufen. Auf der Brücke stand Tullius, neben ihm ein Retiarius aus Capua mit dem Namen Plinius. Als Secutores kämpften Gavin und ein Mann aus Arretium, der mit dem Namen „der Gallier“ aufgerufen wurde. Gavin mied es, gegen Tullius zu kämpfen und wählte die andere Seite. Er kannte Plinius nicht, hatte noch nie gegen ihn gekämpft und es war ihm egal, sollte er ihn töten müssen. Das Scutum vor die Brust haltend, stieg er die Rampe hoch. Steine flogen auf ihn zu, prallten am Schild und am Helm ab. Immer wieder musste er den Rückzug antreten. Tullius schien sich gut zu verteidigen, aber er wollte jetzt nicht mehr auf seinen Freund achten. Ein Stein traf ihn auf der ungeschützten Schulter und brachte ihn ins Taumeln, er machte einen unvorsichtigen Schritt zur Seite und fiel von der Rampe. Schmerzhaft landete er auf dem Rücken. Das Gladius fiel ihm in hohem Bogen aus der Hand und lag nun unter der Brücke. Aber die Steine hagelten weiter auf ihn ein. Er hoffte, dass dem Pontarius die Wurfgeschosse bald ausgingen, dann war es einfacher, auf die Brücke zu gelangen. Ein weiterer Stein landete auf seinem Helm und der Aufprall verstärkte die Kopfschmerzen. Er sah Sterne vor den Augen tanzen, dann lief er schreiend auf die Rampe zu. Das Gladius hatte er vergessen, es lag unbeachtet im Sand. Plinius warf den letzten Stein und griff dann mit dem Tridens an. Gavin ging nun seinerseits rascher vor, hielt das Schild vor sich und drängte gegen den Pontarius, der die Rampe herabkam. Doch der machte eine Finte und schob den Dreizack unter das Scutum, hebelte es Gavin beinahe aus der Hand. Er fühlte den Schmerz nicht, als sich eine Zacke in sein Bein bohrte, taumelte zurück, befreite sich und lockte gleichzeitig Plinius von der Brücke. Humpelnd versuchte er nun das Gladius zu erreichen, aber er war zu langsam. Also nahm er das Scutum als Waffe, biss die Zähne fest aufeinander und lief auf Plinius zu. Den Dreizack drückte er mit der Manica zur Seite, trat nach dem Mann und dann schlug er mit dem Schild zu und rammte es ihm in die ungeschützte Leibesmitte. So fest stieß er zu, dass das Schild im Bauchraum des Mannes steckenblieb. Der schrie wie von Sinnen, da nahm ihm Gavin den Dolch aus dem Gürtel und stieß ihn tief ins Herz des tödlich verwundeten Mannes. Dann kippte er selbst vornüber und atmete gegen die aufkommenden Schmerzen und die Übelkeit.

Textbeispiel Herta Krondorfer Ludus vitae

Nun bist du dran. Versuch dich an einer kurzen Szene. Oder schreibe mir in die Kommentare, wenn ich etwas vergessen habe.

Viel Spaß dabei.

Coververöffentlichung

Es ist so weit und ich zeige euch das Cover meines neuen Buches. Ich habe es absichtlich schlicht gehalten, weil es sich dabei um ein Sachbuch handelt.

Bild by H. K. Ysardsson

Es steht noch einiges an Arbeit an, besonders der Buchsatz wird viel Zeit kosten, allerdings habe ich für die meisten Seiten bereits ein Layout mit der Hand skizziert, so weiß ich jetzt schon, was wo hinkommt und wie formatiert wird.

Mehr zum Buch gibt es in kommenden Beiträgen.

Die folgenden Bilder zeigen die Versuche bis zum fertigen Bild, das ich später noch etwas digital bearbeitet habe, um es anschließend ins Cover einzufügen. Es handelt sich dabei um Aquarelle.

Ein Buchstabe, ein Wort – ein Romananfang

Der erste Satz, der den Leser anspringen und in die Welt der Geschichte entführen soll, darüber haben die meisten Autoren schon gegrübelt, während sich die Leser daran erfreut haben und sich in eine spannende Geschichte haben entführen lassen oder sie haben das Buch gelangweilt zur Seite gestellt. Allerdings schreibe ich hier über Kunst, da gibt es kein Schema F, nachdem man vorgehen und den perfekt sitzenden Anfang schreiben kann. Romananfänge von hochgejubelten Romanen haben mich zum Gähnen gebracht, während wieder solche, die mir gefallen, anderen nur ein müdes Kopfschütteln entlockt.

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Trotzdem möchte ich diesem Thema etwas Zeit widmen.

Ist aller Anfang schwer?
Was macht einen guten Anfang aus?

Der Anfang soll packen, das Interesse wecken, ohne zu viele Informationen preiszugeben. Die Schwierigkeit besteht im Packen. Jedes Genre verlangt andere Wörter, jeder Leser will anders entführt werden, deshalb gibt es dafür auch kein Patentrezept, allenfalls Empfehlungen und von mir ein paar Beispiele, selbsterdacht natürlich.

Was am wichtigsten ist und man sich ab dem ersten Buchstaben vergegenwärtigen sollte, jeder Anfang ist ein Anfang – die Kunst steht nicht am Beginn, sondern am Ende, durchgehalten zu haben.

Beispiele:

Unruhig wälze ich mich im Bett herum. Die Schwüle im Zimmer lässt mich nicht zur Ruhe kommen. Aber mehr als die Hitze, quälen mich die Gedanken an den vergangenen Tag. Warum musste sich Isabella einmischen?

Das ist ein einfacher Satz, der bereits etwas verrät, nämlich die Tageszeit, es ist höchstwahrscheinlich Nacht. Aber er lässt viele Fragen offen: Warum wälzt sich diese Person herum? Wer ist „ich“ Mann oder Frau? Was hat es mit dem Einmischen auf sich? Das sind Dinge, die zumindest die Neugier wecken, selbst dann, wenn sie den Leser noch nicht ganz am Schopf packen und mitziehen.

Das ist auch mit einer Ortsangabe möglich.

Ich lebte auf Ko Samui in einer Hütte am Strand. Das war ein Leben! Voller Farben und Frohsinn. Wir haben am Strand gesungen, Schmuck hergestellt und am Markt verkauft. Einfach herrlich. Bis sie aufgetaucht ist. Sie, die alles verändert hat.

Das sagt uns, dass dieser Ich in Thailand am Strand gelebt hat. Wir sehen die Insel vor uns, traumhafte Strände, Touristen, das Meer, hören die Wellen rauschen … Irgendwo taucht in den Gedanken vielleicht sogar ein Tempel auf und Elefanten. Aber wer ist dieser Ich? Ein Thai, ein Aussteiger, Hippie, Mann oder Frau? Warum lebt die Person nicht mehr dort? Wer ist die Frau? Fragen, die im folgenden Roman beantwortet werden und das auf hoffentlich spannende Art und Weise.

Die Schwierigkeiten begannen, kurz nachdem der Captain den Befehl zum Andocken an die Raumstation gegeben hatte.

Hier wissen wir, dass es sich um ein Sci-Fi-Abenteuer handeln muss. Es gibt Problem. Welcher Art sind sie? Wer hat die Probleme? Wer erzählt?

Anfänge können auch anders gestaltet werden. Man kann mitten ins Geschehen springen, wie schon in den Beispielen erwähnt oder eben eine Örtlichkeit erwähnen und dem Leser bereits Einblick in das Setting und die Umwelt geben.

Ein Anfang wird weniger schwer, wenn man sich überlegt, dass man ihn nach dem Ende des Schreibprozesses noch überarbeiten muss/kann/soll/darf, denn nichts kommt bereits perfekt aufs Papier und was dem einen Heiligtum, ist dem anderen Müll. Natürlich ist es nicht so krass, aber es läuft alles auf eine Geschmacksfrage hinaus.

Ich wage zu behaupten, es ist alles erlaubt, solange der Autor dahintersteht und es dem Leser gefällt. Trotzdem habe ich einige Punkte zusammengestellt, die man beim Schreiben bzw. nachher beachten kann.

Am besten ist es, einfach einmal anzufangen und aufzuschreiben, was einem in den Sinn kommt. Es bringt nichts, schon vor dem ersten Wort, nach dem perfekten ersten Satz zu suchen. Den Leser packt man auch noch im 2. oder 3. Satz, vielleicht sogar erst nach der ersten Seite. Es gibt so viele verschiedene Leser und Geschmacksrichtungen, wie es Schriftsteller gibt.

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Was man unbedingt beachten sollte:

  • keine Klischees
  • nicht zu viel Informationen
  • zu große Spannung, die im Folgenden kaum gehalten werden kann
  • zu viel Action mit massenweise Adjektiven (aber das gilt generell und besonders für Actionszene; zu viele Adjektive rauben die Spannung. Hier sind kurze, schnelle, verbenreiche Sätze die bessere Wahl. Dazu werde ich bestimmt noch einen Beitrag schreiben.)
  • das Genre beachten
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Man kann mit einer wörtlichen Rede beginnen, aber sofort ein empörtes Aufschreien oder Wutattacken zu äußern, die später mit zu viel Informationen gewürzt werden, ist meistens nicht so prickelnd.

Was bildet die sich nur ein!“, brüllte die Frau los, warf ihre Handtasche zu Boden und rauschte auf ihr Haus zu, wo gerade diese eingebildete Kuh stand und sich mit ihrem Mann unterhielt. Na, die würde gleich etwas erleben! Und erst er, dieser betrügerische Ehemann! Sie nahm sich vor, gleich morgen zum Rechtsanwalt zu gehen. Aber vorher würde dieses Weibsstück noch ihr blaues Wunder erleben! Ihr Gesicht geriet für einen Moment zu einer mörderischen Maske.

Das verrät einfach viel zu viel. Warum wird hier bereits der betrügerische Ehemann erwähnt?

„Dir werde ich es gleich zeigen!“, schrie er erbost und ballte die Hände zu Fäusten. Jetzt würde es gleich krachen. Zornig war er aus dem Bett gesprungen und hastete in den Garten hinaus, um den irren Nachbarn ordentlich zu verdreschen. Es war hoch an der Zeit, dass er dem Kerl eine Abreibung verpasste und gerade eben war er auf 180.

So anzufangen ist zwar ein Einstieg mitten in die Handlung, aber ich finde es unschön und unklar. Abgesehen von der handelnden Person und ihrer aktuellen Gefühlswelt wissen wir nichts. Es ist schwammig und klischeehaft. Hier könnte man anders anfangen.

Der Spaziergang war so gemütlich gewesen. Die Sonne schien und alles war gut. Sie freute sich auf zuhause. Irgendwo war sogar der Ruf eines Kuckucks zu hören, was in den letzten Jahren sehr selten geworden war. Lustig schwang Jana ihre Handtasche und schaute zu ihrem Haus. Noch war sie einige Meter von der Gartenpforte entfernt. Niemand sonst hielt sich auf der Straße auf, die Gärten waren leer. Sie stutzte, blieb stehen und beugte sich etwas nach vorne, um zwischen zwei parkenden Autos hindurch schauen zu können. Da stand eine fremde Frau an ihrer Haustür und redete mit ihrem Mann! Was war da los? Ihre Laune sank in den Keller und das Misstrauen stieg an. Langsam schlich sie näher, querte unbemerkt die Straße und blieb an der Hainbuchen-Hecke stehen, damit sie alles beobachten konnte. Nun erkannte sie die Frau. Die war gar nicht fremd!

Jens wollte schlafen. Die Nachtschichten im Krankenhaus waren anstrengend genug. Da war er erst vor einer Stunde ins Bett gekrochen und dann fing dieser übereifrige Gartenfreund von Nachbar an, den Rasen zu mähen! Dem würde er es noch zeigen, dachte er und stopfte sich die Ohropax in die Gehörgänge, um endlich Ruhe zu haben. Bevor er einschlief, dachte er sich einen Racheplan aus. Stunden später weckte ihn das schrille Klingeln der Türglocke.

Infodumping tötet jede Spannung, besonders am Anfang. Es ist auch nicht gerade neu, sie in eine Rückblende zu packen, während der Charakter aus dem Fenster schaut oder in einen Spiegel. Am Anfang der Geschichte erzählt das zu viel und zerstört für den Fortgang die aufkommende Spannung. Besser ist es, das zu unterlassen und Hintergrundinformationen auf andere Art und Weise preis zu geben. Der Leser will nicht alles auf einmal wissen, er will auf eine Reise mitgenommen werden.

Diese Weisheit funktioniert in jedem Genre, jedoch sollten die Worte und Handlungen der Zielgruppe angepasst sein.

Fazit am Schluss:

  • Spannung aufbauen, ohne zu viel zu verraten (Spannung heißt hier nicht gleich Action).
  • Neugier erzeugen, Fragen aufwerfen, die der Leser beantwortet haben möchte.
  • Protagonist(en) vorstellen.
  • Ein wenig das Setting und die Welt präsentieren.
  • So wenig Klischee wie möglich.
  • Und das wichtigste: Schreiben, schreiben, schreiben … nicht lange nachdenken, machen!

Die ganzen Regeln, alle Tipps, die ich hier gegeben habe, greifen erst zum Schluss – beim Überarbeiten. Es sind keinesfalls in Stein gemeißelte Gesetze und daher auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Und die Geschmackssache darf man nie außer Acht lassen.

Der erfolgreiche Autor macht sich keine Gedanken um den Anfang, er fängt an und bringt seinen Roman zu Ende. Mit erfolgreich meine ich diejenigen, die die Arbeit vollenden, nie aufgeben, weiter machen, auch wenn es unbequem wird.

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Erste Hilfe bei Schreibblockaden

Das Krankheitsbild: Du sitzt vor deinem Projekt und starrst es an. Die Richtung, in die es gehen soll, kennst du. Du kennst die Protagonisten, die Gegend, alles, was wichtig ist. Aber du fühlst nur eine ungeheure Leere im Hirn, wahlweise kann es sich auch wie Watte anfühlen. Das schlechte Gewissen nagt an dir, du läufst im Kreis, kaust an den Nägeln oder machst ähnlich schreckliche Dinge. Dein Selbstvertrauen sinkt ins Bodenlose und du glaubst schon, du schaffst nie etwas. Es ist furchtbar. Da ist einerseits der Drang zu schreiben, andererseits hast du das Gefühl, gar nichts zu können.

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Das Gefühl ist real, aber … du kannst die kleinen Teufel Unsicherheit und Ideenlosigkeit verbannen.

Hier sind 8 Erste Hilfe Tipps.

1. Lies noch einmal, was du bisher geschrieben hast und wenn es nur die letzten fünf Seiten oder ein oder mehrere Absätze sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass du in die Szenerie eintauchst, ist recht hoch. Sobald du ein Gefühl dafür bekommen hast, dann spitz den Bleistift oder hau in die Tasten. Deine Geschichte will geschrieben werden, also wirst du es immer wieder können.

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2. Falls du noch nichts geschrieben hast oder mit dem Gelesenen trotzdem nicht weiterkommst, recherchiere zu dem Thema, bei dem du gerade hängst. Manchmal hilft zusätzliches Wissen ungemein. Und vergiss dabei nicht, dass du auf diese Weise auch an deinem Projekt arbeitest, selbst dann, wenn du vielleicht keinen Buchstaben zu Papier/auf den Bildschirm bringst. Jede Notiz, jedes Buch, das du zu einem für dich nötigen Thema liest, ist Recherche und Arbeit an deinem Roman/Sachbuch etc.

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3. Beschäftige dich mit etwas anderem, schreibe eine andere Geschichte, eine Kurzgeschichte oder Kürzestgeschichte, nur um wieder ins Schreiben zu kommen. Das ist besonders hilfreich, wenn diese Blockade schon länger andauert. Dazu nimmst du dir fünf oder sechs Wörter, suche sie dir aus einem Buch oder einer Zeitung wahllos heraus, und schreibe darum herum eine Geschichte. Dabei ist es völlig gleich, ob das ernsthaft oder absoluter Nonsens wird. Auf diese Art erreichst du wieder eine gewisse Schreibroutine und es fällt dir nicht mehr so schwer, etwas aus deinem Kopf zu bekommen. Außerdem wirst du merken, wie die Kreativität zurückkommt. Wahlweise kannst du auch einen Spaziergang, Ausflug oder anderes machen, um den Kopf frei zu bekommen. Vielleicht regt der Spaziergang sogar deine Fantasie an, weil du etwas siehst, das dich sofort in die Szene katapultiert, bei der du hängst.

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4. Notiere dir alles , was unbedingt in der Szene, die du schreiben willst, vorkommen soll. Dann fang an zu schreiben, es ist egal, wie gut oder schlecht es fürs Erste wird. Dein Vertrauen wird steigen, sobald du siehst, dass es voran geht. Selbst dann, wenn es nur ein Absatz werden sollte, ist es gut. Du hast die Blockade gebrochen!

Wenn du trotzdem glaubst, es geht noch nicht, schreibe einen Satz mit deiner Nichtschreibhand. Du merkst sehr schnell, dass du dich voll und ganz auf die Tätigkeit konzentrieren musst, um es zu schaffen. Nun schreibst du den ersten Satz, der dir für deine Geschichte in den Sinn kommt mit der linken/rechten Hand auf. Dein Fokus liegt nur auf der Tätigkeit. Die Konzentration auf das, was du angeblich nicht kannst, ist weg, weil du keine Zeit hast, darüber nachzudenken.

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5. Verabschiede dich vom Perfektionismus. Wenn du dauernd darüber nachdenkst, welche Wörter du verwenden sollst oder nicht und wie du den nächsten Satz konstruieren musst, dann wird das nichts. Du blockierst dich mit diesen Gedanken selbst. Du brauchst mit deinem ersten Entwurf keinen Preis gewinnen. Es ist ein Entwurf. Denke daran, dass du den am Ende noch gefühlte tausend Mal überarbeiten wirst.

Außerdem, Perfektion bringt dir nichts als Stagnation, du kommst nicht voran. Sag einfach leise Servus.

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6. Vergiss alle Schreibratgeber dieser Welt! Beim Niederschreiben deiner Gedanken sind sie eher hinderlich als förderlich. So gut sie auch sind und wie sehr sie beim Überarbeiten helfen, beim eigentlichen Schreibprozess hemmen sie. Lass deine Kreativität laufen. Adverbien, unnötige Adjektive, Wortwiederholungen, Passivsätze? Wen kümmert das im ersten Fluss? Du kannst das später noch ändern! Denke daran, dein Schreibprogramm hat einige nützliche Eigenschaften, darunter die, des Löschens und Speicherns!

Schreib frei von der Leber weg, so wie deine Gedanken im Kopf sind. Du wirst sehen, dass sich bald ein Erfolg einstellt und du die Blockade überwunden hast. Korrekturen und Überarbeitung kommen ganz zum Schluss, dann holst du die Schreibratgeber, den Duden, das Synonymwörterbuch oder was auch immer du benutzt, wieder hervor.

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7. Vergleiche dich nicht mit anderen. Das ist in Zeiten des Socialmedia nicht so einfach, weil du und wir alle dauernd damit konfrontiert sind. Ich weiß, Kollegin/Kollege XY hat schon so und so viel veröffentlich oder eine enorme Menge an Wörtern geschrieben. Das ist egal. Kümmere dich um dich selbst. In dieser Hinsicht darfst du egoistisch sein. Natürlich darfst du dich auch am Erfolg der anderen freuen, aber messe dich nicht damit. Erfolg fühlt sich für jeden anders an.

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8. Entferne alles, was dich ablenken könnte. Mache es dir beim Schreiben gemütlich oder so, wie du es gernhast. Musik oder Stille, alles ist erlaubt, was dir die Freude daran zurückbringt. Sieh das Schreiben als Belohnung an. Du darfst schreiben! Du willst schreiben! Schreiben ist deine Berufung, also kannst du es! Belohne dich mit dem Schreiben, weil du gut bist, und für das Schreiben, weil du gearbeitet hast (vielleicht nicht gerade mit Naschereien).

Bild von crkmaga auf Pixabay 

Und nun dürften dir diese Blockaden keine allzu großen Schwierigkeiten mehr machen. Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Erfolg, wie groß oder klein er dir auch erscheinen mag, bei deiner Schöpfung.