Making of „Der letzte Salamander“ – Recherche

Man könnte ja meinen, bei einer Science-Fiction-Geschichte, die in einer fiktiven Galaxie mit erdachten Völkern und Arten spielt, braucht man das nicht.

Natürlich musste ich nicht so viel recherchieren, wie zum Beispiel bei meinem historischen Roman „Ludus vitae“, für den ich über ein Jahr lang nur geforscht habe, um eine authentische Handlung generieren zu können.

„Der letzte Salamander“ bringt mir da den einen oder anderen Vorteil. Nichtsdestotrotz war es nötig, einige Dinge nachzuschlagen.

Insbesondere habe ich mich mit Atmosphärengiften beschäftigt, mit Bestandteilen von Reinigungsmitteln, Textilien und noch einigen anderen Dingen. Das meiste davon findet allerdings nur Randerwähnungen im Roman.

Gelesen habe ich natürlich die Ingredienzien auf Waschmittelpackungen, Seifenverpackungen, Spülmitteln, Weichspülern (das musste ich im Laden machen, weil ich keine verwende) und dann das Internet befragt, was denn diese ganzen Zungenbrecher in einer verständlichen Sprache bedeuten.

Zum Beispiel:

  • Cocamindopropyl Betaine: Es wird aus Kokosöl gewonnen; die Inhaltsstoffe im Kokosöl sind jetzt nicht so schlimm für den Menschen, allerdings muss man sich mal vorstellen, dass diese Betaine durch eine Reihe chemischer Prozesse hergestellt werden – Das ist bestimmt nicht gerade gesund für unsere Umwelt.
  • CI 19140 oder auch E102 ist ein Farbstoff in Badezusätzen und Lebensmitteln. Auch er wird chemisch hergestellt. Bedenklich muss einen dabei stimmen, dass diese Zusätze im schlimmsten Fall zu allergischen Reaktionen führen können. Hautausschläge und bei Asthmatikern Anfälle sind nicht selten.
  • Natriumlaurylsulfat oder Natriumdodecylsulfat auf den Verpackungen steht: Sodium Laureth Sulfat: Dabei handelt es sich um Tenside und Emulgatoren, die in Waschmitteln, Seifen, Duschgels, Shampoos und Zahncreme eingesetzt werden. Die Herstellung ist natürlich wieder eine rein chemische Angelegenheit. Natriumlaurylsulfat und der etwas ältere Verwandte mit dem längeren Namen wirken auf die Kleinstlebewesen im Wasser giftig.

Ich liefere keine weiteren Beispiele mehr dazu, weil ich ja niemandem den Spaß am Waschen usw. verderben möchte.

https://www.internetchemie.info/chemie-lexikon/stoffe/c/cocamidopropyl%20betaine.php

https://www.codecheck.info/inhaltsstoff/CI-19140

Ich habe mir auch angeschaut, was in Textilien so alles drinnen ist.

Das ist dann doch noch so einiges, was einen bedenklich stimmen kann. Weichmacher, Chlor, giftige Farbstoffe, das alles tragen wir auf der Haut – und wir waschen uns zum Teil auch damit. Hey, wir waschen uns mit Erdöl, wir ziehen uns Erdöl oder Kohle an. Das ist schon irgendwie – eigenartig? Aber darum geht es nicht. Ich will euch ja erzählen, was ich so alles recherchiert habe. Da ist eine der Seiten, die ich häufiger besucht habe. Wer sich dafür interessiert, kann das auch googeln.

https://www.cvg2000.de/textile_inhaltsstoffe.htm

Bild von mir

Daneben habe ich mich noch mit den Atmosphärengiften beschäftigt. Nicht nur ein Zuviel an CO2 ist für unsere Atmosphäre schädlich, sondern noch viele andere Stoffe, die wir in die Umwelt blasen. Feinstaub gehört auch dazu, denn er verdunkelt die Sonne und dann kommt der allseits bekannte Smog heraus. Aber auch Distickstoffoxid, das sogenannte Lachgas, gehört zu den Treibhausgasen und verweilt sehr lange in der Atmosphäre, ehe es abgebaut wird, nämlich an die 116 Jahre. Das ist schon eine sehr lange Zeit. Dazu kommt noch, dass Lachgas, ebenso wie Methan die Ozonschicht zerstört.

N2O wird in der Landwirtschaft durch Düngemittel freigesetzt, aber auch bei der Salpetersäuren-Produktion, der Herstellung von Nylon und der Verbrennung fossiler Rohstoffe.

https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Lachgas

https://bildungsserver.hamburg.de/atmosphaere-und-treibhauseffekt/2068640/atmosphaere-aufbau-artikel/

Bild von Ralf Vetterle auf Pixabay 

Schon krass, was man herausfindet, wenn man einen Science-Fiction-Krimi schreibt.

Aber ich habe mich auch viel mit den Auswüchsen einer reinen Marktwirtschaft, die sich auf die individuelle Freiheit stützt, beschäftigt. Dabei habe ich mir die USA als Vorbild genommen. Dazu findet man massenweise Informationen im Netz. Meine Fraktion ist dann allerdings ein reines Fantasieprojekt geworden, weil ich es abseits des irdischen Geschehens geschrieben habe. Trotzdem habe ich zur leichteren Verständlichkeit allgemeingebräuchliche Wörter, wie Demokratie, Senat, Präsident verwendet.

Der Gegenpol ist bei meiner Recherche zur Politik das indische Kastenwesen, das ich in mancher Hinsicht rigoroser und in anderer wieder einfacher dargestellt habe. Aber eines haben sie gemeinsam, in welcher Kaste du auch bist, du kommst nicht dort weg. Allerdings habe ich weniger Kasten benannt und sie haben vorrangig weniger mit der sozialen Stellung als mit den Berufen zu tun. Wie die Menschen aber so sind, hat sich das auch etwas geändert und die gesellschaftliche Bedeutung und der soziale Status hat auch die Kasten geprägt. Das beschreibe ich im Roman nicht detailliert, aber ich erwähne es an einer Stelle.

Der Rest ist meiner Fantasie entsprungen.

Ich hoffe, ihr hattet etwas Spaß an diesem Exkurs zur Recherche meines neuen Romans.

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